10 Reaktionen

  1. Chris at |

    Super Text mit herausragender Aussage. Weißt du schon wann kommt das Buch voraussichtlich erscheint?

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Danke dir.

      Mit aller Wahrscheinlichkeit noch dieses Jahr. Im Laufe der nächsten Wochen werde ich mit dem ersten Durchlauf fertig sein. Mehr kann ich aber nicht sagen. Manchmal geht es schnell und viel öfter langsamer, als man denkt mit diesem Bücherschreiben. :)

      Viele Grüße Sascha

  2. Kai at |

    Sehr schöner Text, der die Wichtigkeit von Sinn und Bedeutung hervorhebt.

    Ich persönlich bin der Meinung, dass der Lebenswandel (wenn er nur verstanden wird als Selbstoptimierung im Bereich Körper und Gesundheit) nur Ersatz für Sinn und Bedeutung sein kann, nicht aber im eigentlichen Sinne Sinn und Bedeutung IST. Im Gegenteil: Ich glaube die Fixierung auf den Götzen der Gesundheit verhindert die Erfahrung von Sinn und Bedeutung. Man kann sich vor den grundlegenden Fragen drücken, indem man alle geistigen Kapazitäten, wie von dir beschrieben, auf diesen einen Götzen bzw. Lebensbereich richtet.

    Ich bin auf jeden Fall auch sehr gespannt auf das Buch! Effizienz, wenn der Anwender dieser Effizienz das Ziel kennt, ist auf jeden Fall sehr begrüßenswert!

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Hi Kai,

      ich meine es nicht nur für Körper und Gesundheit. Die Psyche gehört auch dazu. Die Schwierigkeit ist ja eigentlich nicht von der Hand zu weisen: Wie geht man sicher, dass man das, was man jetzt für klug hält, sich nicht später als dumm erweist?

      Viele Grüße Sascha

  3. at |

    Vielen Dank für die interessante Zusammengassung, ich bin auf das Buch sehr gespannt, würde es gerne lesen. Das Thema finde ich sehr aktuell!

    Reply
  4. Kai at |

    Hallo Sascha, danke für deine Antwort. Und ja, das trifft es sehr genau!

    „Wie geht man sicher, dass man das, was man jetzt für klug hält, sich nicht später als dumm erweist?“

    Um das zu wissen, muss man natürlich genau wissen wer man ist und wohin man will. Und langsam fange ich an zu vermuten, dass es doch übergeordneten Sinn gibt, der „künstlich erarbeite Bedeutung“ immer überlagern wird.

    Beispiel: Ein Bodybuildner ordnet seinem Lebenssinn bestimmten sozialen Dingen unter. Das Soziale, was er vernachlässigt, könnte aber elementarer in uns angelegt sein und überlagert seinen „künstlichen“ Sinn des Bodybuidlings, den er manisch betreibt. Diesen Selbstbetrug spürt der Bodybuildner unbewusst und kann dem nur entgegenwirken, indem er sich und seiner Psysche eine extrem strenge Struktur verleiht, die ihn schützt: Routinen wie im Kloster oder ein Parrallel-Leben im eigentlichen Leben.

    Wir leben in einer Zeit, in der die „Führer der Welt“ das Wesentliche am Ende ignorieren: Die Endlichkeit des Planeten. Bis hin zur Gefahr, dass ein Punkt überschritten wird, von dem aus eine Rückkehr nicht mehr möglich ist. Ich bin sicher, dass dies wie eine Glocke über uns allen schwebt. Mich erinnert die Ich-Bezogenheit der heutigen Zeit SEHR an den Rückzug des Bürgertums ins Private im 19. Jahrhundert. Auch hier eine Realität, wo die Führung nicht auf das Wesentliche reagiert hat und was bleibt dann dem Individuum übrig?

    Das ist im Kern die Gefahr, die ich bei Routinen bzw. bewusst gestalteten Lebensentwürfen jeder Art sehe. Also als allererstes bei mir, ich denke über dieses Thema sehr viel nach. Ich glaube, dass in jedem Menschen eine große Fähigkeit liegt, das wirklich Wesentliche zu übersehen und gleichzeitig die Gabe, dass man spürt, wenn man an den wirklichen Themen vorbeilebt. Weil es in jeder Gesellschaft übergeordnete Fragen gibt, die niemand ignorieren kann.

    Zusammengefasst: „Wie geht man sicher, dass man das, was man jetzt für klug hält, sich nicht später als dumm erweist?“ – ist die Kernfrage (auch der Morgenroutine) und eine Lebensaufgabe und darf eventuell eine Utopie von gereller Zukunft nicht auschließen. Das ist meine These: Das der Glaube an Zukunft nicht (nur) etwas mit selbstgewählten Werten zu tun hat, sondern das Menschen, die nicht an die Zukunft glauben, dazu neigen sich auf sich selbst zurückzuziehen – sei es in Form einer Suchtorientierten Spaßgesellschaft oder sei es in Form einer Prinzipienorientierten „Klostergemeinschaft“.

    … ich merke gerade, dass das eventuell zu viel wird. Will den Blog nicht sprengen, zumal alles auch nur halbdurchdacht ist, was ich hier schreibe.

    Ich ornde das nochmal in Ruhe für mich in den nächsten Monaten und tatsächlich hast du diese Gedanken erst ausgelöst :) Nach der Lektüre deines Lebenwandels (von dem Buch bin ich Fan) sind Folgefragen aufgetreten…

    Beste Grüße, Kai

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Moin Kai,

      cooler Kommentar. Ich habe für diese Frage eine einfache heuristische Antwort: Die neue Lösung muss die bewährten Errungenschaften mitleisten.

      Viele Grüße Sascha

  5. at |

    Klasse. Danke, dass du das jetzt veröffentlichtst. Ich hatte für Montag angesetzt, eine Outline darüber zu schreiben, weil mir viele dieser Gedanken seit einiger Zeit durch den Kopf schwirren. Nun haste mir die Arbeit abgenommen (= mich arbeitslos gemacht). Ich freue mich auf das Buch.

    Mir kommt das mit den Lebenswandel-Blogs und -Gurus allerdings auch oft so vor, als wollte da jemand einem Vogel das Fliegen erklären und ihn zwingen, erstmal Aerodynamik und Sportwissenschaft zu studieren. Ich halte die Verbreitung, Selbstverständlichkeit und Allgegenwärtigkeit des Internets für eine der größten Problemquellen gerade wegen dieser verzerrten Welt- und Lebensdarstellung und auch weil ich fest überzeugt bin, dass unsere Gehirne mit dieser Informationsvielfalt, -flut und -verfügbarkeit nicht umgehen können. Mein Leben war vor 20 Jahren um ein Vielfaches einfacher. Die Ursache aller Verklompizierungen, die mir heute einfallen, finde ich im Internetzugang. Als Konsequenz entziehe ich mich diesem Zugang zusehends. Eine Zeitschaltuhr ist ein wundervolles Werkzeug. ‚N Datentarif fürs Telefon ist ausgeschlossen.

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    1. Sascha Fast at |

      Ist auch oft so. Ich spüre selbst diesen Drang, alles sehr technisch zu gestalten. Alleine beim Thema Gflux habe ich in meinem Zettelkasten einen schon fast lächerlich abstrakten Überbau, der bis dahin geht, dass ich die Konzeptgestaltung in den Unterschied zwischen mechanistischen und Anschauungsmodellen wurzeln lasse… :o Naja, ich bemühe mich, immerhin das Ergebnis eine möglichst einfache Form hat.

  6. Kai at |

    Hallo Sascha, danke – ich lass das mal sacken :)

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