13 Reaktionen

  1. Lude at |

    Hallo Sascha,

    deine Bemerkungen zum Kältetraining finde ich interessant: Du schreibst, dass du dich letztes Jahr überlastet hast. Woran hast du das gemerkt? Ich bemerke bei mir eine erhöhte Müdigkeit, wenn ich wieder mehr kalt dusche. Wobei ich die Kausalität noch nicht eindeutig feststellen konnte. Die Müdigkeit könnte auch andere Ursachen haben. Aber dieses Verlangen nach einfachem Dösem, garnicht unbedingt „richtiger“ Schlaf schränkt mich unangenehm ein. In deinem Modell zur Metaphysik der Gesundheit mit den 6 Kategorien hast du Kälte (soweit ich erinnere) nicht erwähnt. Gibt es deiner Meinung nach neben Organfleisch noch andere Möglichkeiten diese Belastung auszugleichen? Ich glaube du hast mal erwähnt, bei nachlassender Kältetoleranz Kohlenhydrate nachzuladen. Dies würde doch aber der Idee von der saisonaler Zusammengehörigkeit von Kälte und vegetationsbedingter Reduktion der Kohlenhydratverfügbarkeit widersprechen? Jack Kruse empfiehlt vor einer Kälteanwendung etwas fettes oder eiweßreiches zu essen, wobei ich mir nicht mehr sicher bin ob das nur für Anfänger gilt.

    Grüße Ludwig

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Moin Ludwig.

      Kälte ist ein schwieriger Fall. In jedem Fall packe ich Kälte auf die Yang-Seite. Allerdings ist auch Hitze auf der Yang-Seite. :) Beides kostet jedenfalls Energie.

      @Woran bemerkt: Erschöpfung. Neuro-endokrine Erschöpfung vermute ich. Ich kann mich aber nicht mehr an die Details vom letzten Jahr erinnern.

      @Ausgleich: Bis auf die sehr mikronährstoffreiche Ernährung eigentlich nur eine Erhöhung der Nahrungsmenge insgesamt. Mobilität und Ruhe bringen es nicht. Du hast recht: Carbs passen nicht dazu. Zumindest saisonal nicht. Diesen Winter mache ich das auch mit viel Fett. Ich weiß nicht, in welchem Zusammenhang ich das gesagt habe, aber aktuell würde ich eher sagen, dass dies eher für sehr dünne Leute der Fall sein kann, die viel zittern. Zittern verbraucht ziemlich viele Kohlenhydrate und nicht jeder hat einen hinreichend trainierten Fettstoffwechsel.

      Grundsätzlich würde ich aber sehr zu Organfleisch raten. Meiner Erfahrung nach ist das die beste Unterstützung (auch als Fisch).

      Viele Grüße Sascha

  2. cb at |

    Schön wieder was von dir zu lesen und zu hören. Ebenso ist es ein cooler Fakt dass du bald wieder aktiver wirst, als in den letzten Monaten. Freu mich auch auf dein Buch.

    Weiter so.

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Moin cb.

      Danke für die netten Worte. In den letzten Monaten ist ziemlich viel passiert. So ein Kloster-/Mönchmodus gibt viel Zeit, Energie und Fokus. :)

      Viele Grüße Sascha

  3. cb at |

    Die Wirkung und beste Anwendung der Kälte beinhaltet für mich aktuell noch mehr Frage- als Ausrufezeichen und bedarf noch einiger Experimente.

    Aktuell beschäftige ich mich mit folgenden Punkten:

    1. Optimale Häufigkeit des Kältereizes
    2. Optimale Dauer des Kältereizes
    3. Optimale Intensität des Kältereizes
    4. Die optimale Art des Kältereizes
    5. Optimale (Uhr-)Zeit des längsten und intensivsten Kältereizes
    6. Die ungewünschten Nebeneffekte des Kältereizes

    Zu 1. ist aktuell meine Annahme, dass häufige (kürzere) Kältereize über den Tag verteilt, mehr Vorteile bringen, als eine einzige längere (und intensive). Deshalb dusche ich morgens nach dem Training kalt, setze mich tagsüber kürzeren Reizen aus (mit dem Rad zur Arbeit / ohne Jacke spazieren etc.) und nehme erst abends das Bad in der Regentonne.

    Zu 2. Aktuell verbringe ich bis maximal 10 Minuten Abends in der Regentonne und steigere mich jede Woche. Ich breche nach maximal 10 Minuten ab, obwohl ich länger könnte. Warum? Letztes Jahr hatte ich keine Obergrenze und war bis zu 30 Minuten in Eiswasser (bei Temperaturen bei denen ich erst die Tonne freihauen musste). Dabei habe ich mich vor allem mental übernommen, was dazu führt, dass ich danach einige Wochen gar nicht mehr in der Tonne war, weil ich mich nicht mehr überwinden konnte. Obwohl mir außer nicht sofort unkontrollierbaren Zitteratacken (nach dem Bad, nicht während dessen) nichts Wahrnehmbares widerfahren ist, hatte ich einfach „Schiss“ vor der Tonne. Ja ich weiß…sind sie zur stark, bist du zu schwach… es war zuviel. Ich hab mir selbst quasi nicht mehr getraut, weil ein Eisbad jederzeit zum „Exzess“ werden konnte. Daraus möchte ich lernen und bei meiner vom Verstand gesetzten Obergrenze bleiben und diese bewusst nach und nach steigern. Diese Steigerung möchte ich nicht mehr intuitiv vornehmen, während ich in der Tonne sitze.

    Du hast mal in einem deiner Videos (leider weiß ich nicht mehr welches) die Zeit erwähnt, die man in der Tonne verbringen muss, um das Kältereiz-Äquivalent eines Steinzeitmenschen zu bilden bzw. es zu imitieren. Wie lange war das nochmal (habe um die 30 Minuten in Erinnerung), und wie funktioniert die Berechnung? Was sind die Berechnungsgrundlagen dieser Heurisitik?

    Zu 3. Ähnlich wie bei der der Häufigkeit, halte ich es für besser sich unterschiedlichen Intensitäten auszusetzen, als sich so oft wie möglich dem Maximum auszusetzen.

    zu 4. Die stärkste positive Wirkung hat tatsächlich das kalte Wasser der Regentonne (oder einem anderen Gefäß) auf mich. In ihr stecken aber auch die meisten Nebenwirkungen, wenn man das Maß überschreitet. (der Körper und der Geist zeigt mir sehr deutlich wenn ich es hier übertreibe)

    zu 5. Gibt es Hinweise, dass die Uhrzeit des intensivesten Kältereizes Auswirkungen auf den Körper hat. Ich denke da z. B. an das Setzen des circadianen Rhythmus. Das könnte für mich ein Grund sein das Eisbad doch am Morgen zu nehmen.

    zu 6. Man liest, dass Eisbäder einen negativen auf das Muskelwachsum haben wenn sie direkt nach dem Training durchgeführt werden. Und auch wenn Muskelaufbau nicht mein primäres Ziel von Training ist, habe ich momentan das Eisbad nicht unmittelbar nach mein Haupttraining gelegt. Bin aber nicht sicher, wieviel das tatsächlich ausmacht. Abgesehen davon, muss ich nach dem Haupttraining aus hygienischen Gründen eh duschen und würde einen Kältereiz (die kalte Dusche direkt nach dem Eisbad) quasi verschenken, wenn ich vorher noch ein Eisbad nehme.

    Wäre cool, wenn du bezüglich der o. g. etwas aus deiner Erfahrung/deinen Recherchen berichten kannst.

    Beste Dank!

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Moin cb,

      45min wäre die Simulationsdauer. Ist aber alles andere als perfekt. Basiert darauf, dass Wasser 24x so gut Wärme leitet wie Luft. Davon habe ich ein bisschen abgezogen, weil man schließlich noch den Rest des Tages herumläuft und Wärme produzieren muss. Aber ich habe viel Faktoren nicht berücksichtigt, sondern nur eine erste Schätzung gemacht.

      Ich nehme deine Fragen auf (ich glaube, ich habe alle schon in meiner Liste). Ich habe das alles noch nicht systematisch aufbereitet und will das hier nicht in den Kommentaren begraben. In der nächsten Zeit sind einige Projekte abgeschlossen. Dann habe ich mehr Zeit und kann mich wieder mehr solcher Forschung widmen. Vielleicht schaffe ich im Laufe des Winters einen kleinen Überblick über Kälte zu geben oder im nächsten Herbst (passend zur Jahreszeit).

      Viele Grüße Sascha

  4. cb at |

    Prima, vielen Dank. Dann bin ich sicher nicht der Einzige, der sich auf den Überblick über die Kälte freut.

    Beste Grüße

    Reply
  5. Nick at |

    Hey Sascha, zum Thema Ausdauertraining bzw. Intervalltraining. Mal angenommen ich möchte 100 Burpees schnellstmöglich machen, was hat den größeren Trainingseffekt? Wenn ich Vollgas gebe und Pausen wirklich sehr gering halte oder ist es besser sich Blöcke zu machen, sagen wir immer 10 Burpees? Rein vom Gefühl her könnte ich vermutlich eine bessere Zeit schaffen wenn ich Blöcke mache und nie ans Maximum gehe, bzw. wäre ich am Ende nicht so KO. Gestern habe ich mal Zeit genommen und war beim ersten Versuch dieses Jahr bei 7:33min ich war danach ziemlich im Eimer und habe nur noch ein wenig „vergessene“ Breiche trainiert (Nacken, Unterarme, Waden). In diesem Fall habe ich einfach voll durchgezogen und nur Pausen, wenn dringend nötig gemacht. Das heißt die Intensität ist enorm, aber ich frage mich, ob es klüger wäre Blöcke zu machen, so wie beim 400m Lauf sozusagen, da sprinte ich ja nicht mit Vollgas und mache dann kurz Pause und renne dann weiter, sondern teile mir die Kraft ein. Wobei 100 Burpees ja eher einem 100m Sprint gleichen. Wie würdest du das bewerten? Ich bin eher der Freund von hoher Intensität und gehe ans Maximum ohne mir die Kraft einzuteilen, sondern immer bis Anschlag, Pause kurz und wieder bis Anschlag. Gefühlsmäßig müsste so der Trainingsreiz ja höher sein. Natürlich würde ich es in einem Wettkampf anders machen, aber es geht ja um Training. Wie sehen deine Intervalle aus, beispielhaft?

    Noch eine Frage habe ich, wie arbeitest du an deiner Koordination? Derzeit mache ich Versuche unter Last Hand-Auge Koordination zu machen, sowie Balancieren. Das sieht dann so aus, dass ich erst eine Intervalleinheit mache und ohne Pause direkt eine Koordinationübung. Also sagen wir für 5 min je 2 Snatch/Arm und 6 Burpees, nach den 5 min binde ich mir ein Stirnband, wo ein Gummiband mit Ball am Ende dranhängt, um und mache dann „Schattenboxen“ wo ich den Ball versuche zu treffen. Oder Balanceübungen auch während ich noch ziemlich am Pumpen bin. Hast du Erfahrung mit dieser Herangehensweise?

    Übrigens schön mal wieder einen Beitrag von dir zu lesen.

    Beste Grüße Nick

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Moin Nick (Email kommt noch),

      im Grunde hast du einmal eine einfache Fertigkeit abgefragt und dann eine Komplexe. Wenn du Vollgas gibst, dann testest du deine rohe körperliche Fertigkeit. Taktierst du, kommen noch Körpergefühl, Strategie usw. dazu. Ausdauer ist aber eine komplexe Fertigkeit. Ich würde beides machen, aber beim Vollgastraining nur so viele Burpees machen, wie du kannst und dann eine längere Pause machen, sodass du die gleiche Fertigkeit abrufen kannst.

      Mein jetziges Intervalltraining ist ganz banal: 35s Belastung, 30s Pause 10–12x Sprinten gegen Widerstandsband und anschließend 2–4 Rumpfrotation mit dem Besenstiel (gleiches Zeitschema)

      Im Sommer werde ich mehr Zirkeln, dann aber einen Hybrid aus crossfitartigem Zeug und Locomotion/Floreio (das Zeug von Ido Portal).

      Handstandtraining ist momentan das Einzige, was man als Koordinationstraining bezeichnen könnte. Ansonsten ist Koordination unter Belastung eine coole Sache. Ich kenne das häufiger von Russen und die haben oft gute Ideen in Sachen Sport.

      Viele Grüße Sascha

  6. cb at |

    Hi, wie sind eigentlich die Slots zu interpretieren?

    Gruß Chris

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Einer der kommenden Blogartikel wird genau das Thema befassen. Ich teile den Tag in Slots ein (mir fehlt ein gutes deutsches Wort), die besondere Eigenschaften haben. Zwischen Aufstehen und der ersten größeren Alltagstätigkeit (Arbeit z.B.) wäre ein Slot. Die Mittagspause wäre ein anderer.

  7. Fabian at |

    Bezüglich Einarmige Klimmzüge: Kannst du schon 5-10 Wiederholungen von Idos „Shawarma“ oder 10 gute Wdh der einarmigen Active Hangs? Hat mir sehr geholfen und ich bin fast bei einem richtigen OACU (aktuell kommt Nase gerade so nicht Bis zur Strange)

    Reply
    1. Sascha Fast at |
      • Shawarma nein.
      • Gute Wiederholungen bei (ich denke mal du meinst) Pull to Active Hang. Ja, aber noch nicht genug.
      • Kraft war jetzt lange recht weit unten auf der Liste. Ist für dieses Jahr wieder nach oben gerückt.

      Glückwunsch zum beinahe OAC.

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