7 Reaktionen

  1. Sebastian at |

    Danke für diesen tollen Artikel, Sascha!

    Du schreibst, dass „mentale Werkzeuge“ nötig sind (mit Bezug auf ein Studium der Mathematik). Kannst du mir dazu einige Schlagwörter geben? Ich beschäftige mich momentan mit diesem Thema, da ich vor einem Studium in dieser Fachrichtung stehe.

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Erste Lektüre:

      • Thinking in Systems von Meadows
      • Die Logik des Misslingens von Dörner
      • Antifragile von Taleb

      Es ist etwas, was Philosophen implizit machen, wobei sie sich eher spezifisch auf ihr Fach beziehen. Zumindest habe ich das so kennengelernt. Sie sammeln Argumente und Typen von Argumenten. Die Mathematiker haben die allgemeinsten Modelle, die ich kenne, weshalb sie häufig ziemlich gute Denker sind.

      Man kann dies im Bereich der Bewegung gut illustrieren:

      Denkt man beim Krafttraining an Gewicht, wird man vor allem mit der Hantel sympathisieren. Denkt man dagegen an Widerstand und Hebelwirkung, beginnt man sich für andere Möglichkeiten zu öffnen. Zum Beispiel Übungen mit dem Körpergewicht (korrekte einarmige Liegestütz) werden auf einmal eine (gleichwertige) Option. Wenn man nun beginnt Anatomie hinzuzunehmen, wird auch die Rolle bestimmter Übungen immer klarer (zum Beispiel der hohe Übertrag von Übungen mit gestreckten Arm auf Übungen mit gebeugtem Arm bis zu einem gewissen Punkt).

  2. Dominique at |

    Ay gude, Ich bin auch nach mehrmaligem Lesen nicht ganz schlau geworden. Habe mir echt Mühe gegeben ihn zu verstehen. Jedoch ergeben sich mir viele Fragen.

    Ist die Aussage, dass jeder der Erkentnis sucht, sich über seine eigentliche Motivation zum Lernen klar werden sollte ? Um so zuverlässiger seine Ziele zu erreichen oder warum ?

    Was bedeutet es, dass Wissenschaftler ihre Ergebnisse nicht repliziert bekommen ? Und was lernt man aus der Replikationskrise für einen selber ? Wenn das Widerkäuen von Problemen veranlagt ist, warum tuen es die Wissenschaftler dann nicht richtig und replizieren ?

    Was bedeutet die Methode des epistemischen Ressourcenabbaus ? Dass man sich so wenige Infos wie möglich besorgt ? Hast du einen Tipp für Wissensmanagment ? Ich lese viel zu viel, was mich aber nicht wirklich weiter bringt. Wie geht man mit den Ergebnissen dieser zersetzten Wissenschaft um ?

    Und was hat dann Erkenntnis mit einem Fitnesstraining zu tuen ?

    Nicht so schnell zu verstehen aber sehr interessant. Danke

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Moin Dominique,

      1. Ja, wer erkennt, sollte sich mit seinem Erkenntnisapparat und seinen -methoden selbst beschäftigen.
      2. Wissenschaftler können die Ergebnisse nicht replizieren, weil ihnen a) die Mittel fehlen und b) die Ergebnisse nicht verlässlich sind.
      3. Tipp zur Wissensarbeit: Zettelkasten.de
      4. Sobald du irgendwas verstehen willst, spielt Erkenntnis eine Rolle. Auch beim Fitnesstraining.

      Viele Grüße Sascha

  3. Dominique at |

    Was ist mit dem epistemischen Ressourcenabbau gemeint ?

    Vielen Dank für die Antworten

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Epistemischer Ressourcenabbau ist einfach nur ein Klugscheißerwort für Wissenserwerb. :) (Ich wollte damit ein bestimmtes Bild entwerfen, ist aber eher schlecht als recht geraten)

      Gute Nachfrage!

    2. Sascha Fast at |

      Der Begriff ist dem Data Mining entlehnt.

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