Review: I Love Real Food 2

Zusammenfassung: I Love Real Food 2 – ein Kochbuch für die Steinzeiternährung von Svenja Trierscheid.

I love real food 2

Wenn ich mir Gedanken darüber mache, wonach ich ein Kochbuch bewerte, orientiere ich an der Frage: Was soll ein Kochbuch leisten?

  1. Es soll mich mit Rezepten versorgen.
  2. Es soll beim Stöbern inspirieren.
  3. Es soll vor allen Dingen gesundes Essen präsentieren.
  4. Die Gerichte sollen größtenteils einfach bei der Zubereitung sein.

Das sind die Forderungen, an denen ich Kochbücher bemesse.

Allgemeines

I Love Real Food 2 ist die Fortsetzung von Svenja Trierscheids erstem Buch I Love Real Food.1 Das Buch richtet sich nach der Steinzeiternährung, weshalb dieses Kochbuch für die Paleo-Gemeinde besonders interessant sein sollte.

In der Einleitung erklärt in aller Kürze die Steinzeiternährung. Schließlich geht es in diesem Buch um die Rezepte.

Sehr gut gefällt mir der Hinweis darauf, dass Kochen kein so großer Aufwand ist, wie gemeinhin angenommen wird. Übung sei ein wichtiges Geheimnis des schnellen Kochens.

Für Svenja sei das Kochen keine Last sondern eine willkommene Auszeit für sie selbst. Dabei rennt sie bei mir offene Türen ein. Ich halte es für wichtig den Glauben zu ändern, Kochen sei eine Bürde.

1. Die Rezepte

Die Rezepte sind in drei Kategorien aufgeteilt:

  1. Vorspeisen, Saucen, Suppen & Dips (10 Rezepte)
  2. Hauptspeisen (9 Rezepte)
  3. Desserts (22 Rezepte)

Svenja legt mit diesem Buch einen Schwerpunkt auf Desserts. Mit 22 von 51 sind sie stark vertreten. Gerade Pralinen und Trüffeldesserts habe sie aufgenommen um Ideen für Mitbringsel und kleine Geschenke zu geben.

2. Stöbern

Was ist das Inspirierende beim Stöbern? Für mich ist es die Anschauung. Schließlich geht es beim Stöbern vor allem darum das Lustzentrum zu wecken. Vorfreude erhöht den Genuss beim Essen. Es kommt also vor allem auf die Bilder an und die Fotos in diesem Buch sind sehr gut gemacht. Die Überschriften sind hinreichend groß, so dass man schnell weiß, was das überhaupt für ein Gericht ist.

Chicken Wings

3. Ist das Essen gesund?

Die Vor- und Hauptspeisen sind aus Lebensmitteln zusammengestellt, die eine hohe Nährstoffdichte haben. Das ist nicht weiter überraschend, denn die Steinzeiternährung zeichnet sich gerade dadurch aus. Die Frage kann man mit einem deutlichen „Ja“ beantworten.

Nur die Paleo-Pizza würde ich nicht zu einem meiner Standardessen machen. In einem anderen Artikel habe ich auf das Problem Nahrung durch Verarbeitung stark zu konzentrieren. Paleo-Pizza, nicht nur weil sie selbstgemacht ist, ist aber allemal eine (viel) bessere Alternative als die übliche Tiefkühlpizza. An Schummeltagen ist sie eine Möglichkeit den Schaden zu begrenzen.

Svenja nutzt die Gelegenheit um darauf hinzuweisen, dass Desserts eigentlich nicht im Sinne der Steinzeiternährung sind. Sie weist den Desserts ihre Funktion als „Soulfood“ zu. Paleo-Desserts sind eine nützliche Schadenbegrenzung, wenn es darum geht nicht nur aus gesundheitlichen Gründen, sondern eben auch aus Genuss zu essen. Es ist ein ehrlicher Zug von Svenja, dass sie hier nicht verkaufen will, dass Desserts auch super gesund sind. Darum geht bei Desserts auch nicht.

Kürbis Walnuss Eis

4. Einfachheit der Gerichte

Die Gerichte scheinen wirklich sehr einfach und schnell gemacht. Die Kochanleitung zu den Gerichten sind nur ein paar Zeilen lang.

Fazit

Das Buch wird allen Kriterien, die mir für ein Kochbuch wichtig sind, gerecht. Ich habe noch kein Gericht ausprobiert, werde das in den kommenden Wochen an einem Sonntag machen. Ich werde berichten.

Das Buch ist selbstverständlich über Amazon erhältlicht.

Über die Autorin

Die 24-jährige Autorin ernährt sich seit 2 Jahren nach den Paleo-Prinzipien und arbeitet zurzeit im Paleo-Restaurant „Sauvage“ in Berlin als Köchin. Sie hat Design studiert und arbeitet auch freiberuflich im Bereich Film und Fotografie.

Ihre Homepage: Svenia-Trierscheid.com


  1. Kein Affiliate-Link. Ich habe es noch nicht gelesen. 


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