16 Reaktionen

  1. Johannes at |

    Danke für deine letzten Artikel.

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Danke für die Rückmeldung. :)

  2. Dominik at |

    Auch von mir vielen Dank, werde ich noch oft wieder lesen :)

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      :)

  3. hans at |

    Moin,

    kurze technische Kleinigkeit. Bei mir funktionieren die Fußnoten-Links nich mehr richtig. Klicke ich auf einen, scrollt der Browser einfach nach ganz oben, anstatt zur Textstelle bzw. Quellenangabe.

    gruß Hans

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Danke. Ist korrigiert.

  4. Erik Pfeiffer at |

    Danke für deine Gedanken Sascha.

    „Egozentrik sei einer der wichtigen Gründe für den schwachen Selbstwert in der heutigen Kultur.“ – sehr interessant. Man kann auch umgekehrt sagen Egozentrik ist die Folge von schwachen Selbstwert (Angst vor Verlusten, Mangel etc.) – ist also ein Teufelskreis.

    Selbstwert ist wie Feuer: wenn ich andere groß mache (mein Feuer teile), werde ich selbst größer (das Feuer wird mehr).

    Nicht ganz verstanden habe ich deine Definition von Egoismus. Altruismus kann ja auch egoistisch sein, ich finde die Handlung ist nicht entscheidend sondern das Motiv. Mache ich x, UM y bei meinem Gegenüber zu erreichen? Oder handel ich aus mir selbst heraus, aus meiner Überzeugung zum Beispiel.

    „Der Selbstwert erbt die Eigenschaften der Substanz, aus der er geformt wird.“ Ich finde es interessant, dass du Selbstliebe und Selbstwert nicht voneinander abgrenzt. Dabei meine ich, dass (Selbst)liebe immer da ist, also immer anwesend – wir können nur in Widerstand dazu gehen. Selbstwert können wir uns erarbeiten indem wir lebensdienlich handeln (wertvoll in diesem Sinne sind). Also (Selbst-)Liebe können wir uns nicht erarbeiten, obwohl in unserer Gesellschaft versucht wird, das zur Motivation von Leistung einzusetzen. Wir können nur den Widerstand dagegen aufgeben.

    Schönen Gruß, Erik

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Ich habe der Abgrenzung von Selbstliebe und Selbstwert sogar einen eigenen Artikel gewidmet: https://me-improved.de/wie-entsteht-selbstliebe/

      Kurz: Selbstwert ist die kausale Ursache für Selbstliebe.


      Altruismus ist per Definition nicht Egoismus. Aber Egoismus ist phylogenetisch und ontogenetisch die Grundlage für Altruismus. Altruismus musste aus Egoismus entstanden sein, sowohl für uns als Menschen als auch für jeden individuellen Menschen. Deswegen kann man Egoismus nicht aufgeben. Macht auch nichts, wenn man Handlungen findet, in denen man durch die Verfolgung eigener Ziele auch die Ziele anderer mitverfolgt und umgekehrt. Die Unterscheidung von Egoismus und Altruismus ist der Realität von uns Menschen nicht angemessen. Bin ich nun egoistisch, wenn ich Bücher schreibe? Mir macht es Spaß und gibt mir ein Gefühl von Bedeutung. Aber ich schreibe Bücher auch, weil ich so vielen Menschen Zugang zu den Dingen verschaffen kann, die ich (und andere) erarbeitet haben. Bin ich Egoist, der macht, was ihm Freude und Bedeutung verschafft, oder bin ich Altruist, weil ich mir Dinge aussuche, die (hoffentlich) das Leben anderer Menschen verschafft?

      Solange man die Unterscheidung zwischen Egoismus und Altruismus trifft, ist die Frage sinnvoll. Wenn man sie nicht trifft, braucht man sich die Frage gar nicht erst zu stellen. Ich lehne diese Unterscheidung als einen blinden Fleck des westlichen Denkens ab. Akademisch interessant und sinnvoll darüber nachzudenken. Es gibt auch gute Gründe für diese Unterscheidung. Schaffe ich es diese Unterscheidung aufzugeben, muss ich mich nicht Entscheiden. Ich entscheide mich also durch nicht-entscheiden. Oder: Wu wei wu. :)

      Viele Grüße Sascha

  5. Erik Pfeiffer at |

    Dass die Unterscheidung von Altruismus und Egoismus nicht nötig ist, stimme ich dir zu.

    Dass Selbstliebe aus Selbstwert entsteht, nicht. Für mich selbst Verantwortung übernehmen und für andere, wertvoll für andere sein etc., kann auch aus Selbstablehnung (oder Selbsthass) motiviert sein („solange ich das nicht mache, bin ich nichts wert“ als innere Stimme dazu). „Solange ich diesen Fehler habe, bin ich minderwertig“.

    Dann können die Handlungen zwar zu Selbstwert führen, führen aber nicht zu Selbstliebe. Also ich würde sagen, Selbstwert via Leistung kann zu Selbstliebe beitragen.

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Das heißt: Du meinst, dass es möglich ist, dass jemand sich selbst ablehnt, sich selbst sogar hasst, und gleichzeitig einen hohen Selbstwert hat?

      Es ist vereinbar, dass jemand sich selbst gleichzeitig ablehnt, sich selbst hasst, sich gleichzeitig selbst für wertvoll hält?

      Was genau ist dein Begriff von Selbstwert? Für mich liest sich das, was du schreibst, so wie ich das interpretiere, als Widerspruch.

  6. Erik Pfeiffer at |

    Du argumentierst (soweit ich das richtig interpretiere), dass Selbstliebe dadurch entsteht, dass ich mich selbst als wertvoll erlebe, sprich leiste.

    Ich glaube die Kunst ist es, mich so zu lieben wie ich gerade bin UND gleichzeitig aus dieser Selbstliebe heraus „gut“ zu handeln.

    In deiner Gleichung kommt nur letzteres vor. Das halte ich riskant, weil was ist wenn ich einmal NICHT „gut“ handel, weil ich nicht perfekt bin? Ist dann die Lösung, sich selbst die Liebe zu entziehen?

    Das impliziert deine Argumentation und das macht das Leben zu einem Kampf mit sich selber in meiner Erfahrung, obwohl aus diesem Liebesentzug / Selbsthass gewaltige Leistungen entstehen können – und damit auch ein gewisser Selbstwert.

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Jetzt weichst du der eigentlichen Frage aus: Du meinst, dass es möglich ist, dass jemand sich selbst ablehnt, sich selbst sogar hasst, und gleichzeitig einen hohen Selbstwert hat?

      In deiner Gleichung kommt nur letzteres vor. Das halte ich riskant, weil was ist wenn ich einmal NICHT „gut“ handel, weil ich nicht perfekt bin? Ist dann die Lösung, sich selbst die Liebe zu entziehen?

      Nein. Man kann sich nicht manipulieren. Wenn man von sich selbst enttäuscht ist, fühlt man weniger Selbstliebe, egal, was man will.

  7. Erik Pfeiffer at |

    Ja, das glaube ich. Selbstwert entsteht, wenn ich etwas Wertvolles mache. Das Motiv wird dann erstmal komplett rausgelassen. Das versuche ich klar zu machen, dass nicht die Handlung, sondern ihr Motiv mindestens genauso wichtig ist. So weit ich verstehe, lässt du das Motiv heraus?

    Abgrenzend dazu: Für Selbstliebe braucht es etwas mehr, du nennst Liebenswürdigkeit. Ich würde sagen „Widerstandslosigkeit“. Das ist z.B. etwas was man in der Meditation lernt.

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Ne, eine wertvolle Handlung kann ja nur von dir selbst zusammen mit dem Motiv verstanden werden. Das klassische Beispiel ist die Person, die ihren Egoismus sogar vor sich selbst als Altruismus tarnt. Also etwas für andere tut, damit er sich selbst gut fühlt. Das versteckte Motiv verhindert die wertvolle Handlung, gibt ihr einen unangenehmen Beigeschmack (Täuschung).

      Ich habe die leise Vermutung, dass wir uns ein bisschen in sophistische Wortgefechte verlieren. :)

      Selbstwert ist keine hinreichende Voraussetzung für Selbstliebe, sondern eine notwendige. Das heißt: Ohne Selbstwert keine Selbstliebe. Aber für Selbstliebe braucht es noch etwas mehr. Ich bin selbst der klassische Fall, der einen sehr viel größeren Selbstwert hat als Selbstliebe.

  8. at |

    Hallo Sascha, vielen Dank für den tollen Artikel, der mich (wie viele deiner Beiträge) sehr zum Nachdenken bringt. Ich habe gerade dein Buch „Lebenswandel“ ausgelesen und werde nun weiter reflektieren, planen und hoffentlich auch genauso gehaltvoll handeln, meinen ganz eigenen persönlichen Lebenswandel zu vollziehen.

    Für mich war bislang die geheime Zutat für nachhaltige Veränderungen zum Positiven ein gutes Selbstwertgefühl und eine gute Basis an Selbstliebe.

    Bislang habe ich immer gedacht, ich sei einfach „unfähig“ mich selbst zu lieben und anzunehmen und einen gesunden Selbstwert zu empfinden. Und damit drehte ich mich irgendwie im Kreis.. wollte positiven und vor allem nachhaltigen Lebenswandel, aber dachte immer, dass ich auf kurz oder lang scheitere mit meinen Vorhaben, weil ich mich einfach nicht genug selbst mag (bewusst oder unbewusst).

    Durch deine Worte erkenne ich meine bisher passive Haltung zu Selbstliebe und Selbstwert, als wäre es Gott-gegeben oder eben nicht.. es ist schön, mit dem neuen Gedanken weiter zu gehen, dass Selbstwert und Selbstliebe ganz aktive Prozesse sind, die ich ebenso aktiv steuern kann, durch meine Entscheidungen, Handlungen, Gewohnheiten usw. Es fühlt sich nun machbar an!

    Bedingungslos Verantwortung übernehmen, eben auch für den eigenen Selbstwert.

    Ganz besonderen Dank für den letzten Satz des Artikels: „Wenn du dein Leben behandelst, als sei es bedeutsam und wichtig, wird es das.“ einfach großartig.

    Herzliche Grüße, Scarlett

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Hi Scarlett,

      danke für die netten Worte. :)

      Das, was du schreibst, trifft genau, was mich heute oft stört. Es gibt genug Menschen, denen es nicht am Willen fehlt, sondern schlicht am richtigen Mittel. Gerade für die spirituelle Entwicklung.

      Viele Grüße Sascha

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