Über die Geschichte des Ketonmetabolismus

Der Ketonstoffwechsel wurde immer einem Hungerstoffwechsel assoziiert. Wissenschaftshistorisch betrachtet ist das richtig, weil erst bei Studien im Bereich des Hungers und des Fastens überhaupt festgestellt wurde, dass das Gehirn nicht ausschließlich auf Glucose angewiesen ist. Doch prinzipiell stellen Ketone eine sehr effiziente Energiequelle für die Mitochondrien dar. Sie gewinnen mit jeder Studie über den Gehirnstoffwechsel an Boden gegenüber Glucose. Gerade Krankheitsbilder, die mit einer Energieproblematik im Gehirn zusammenhängen, reagieren sehr gut auf ketogene Diäten.

Hier ist ein kleiner Überblick über die Forschungsgeschichte zu den Ketonkörpern:

Ketones: Metabolism’s Ugly Duckling

Was sind ketogene Diäten eigentlich. Normalerweise verbindet man diese mit einer kohlenhydratarmen und fettreichen Kost. Der Begriff gibt aber sehr viel mehr her. Im nächsten Post werde ich den Begriff einmal aufschlüsseln und die Konsequenzen daraus ziehen. Mit einem systematisch entwickelten Begriff ist man besser in der Lage, sowohl die Rolle des Ketonstoffwechsels einzuschätzen als auch Ernährungskonzepte zu verstehen. Eine ketogene Ernährung ist mehr als nur ein bestimmtes Ernährungsprotokoll.


2 Reaktionen

  1. at |

    Hallo Wursti,

    nutzt du auch die Ketonstäbchen zum Nachweis der Ketose und wie gehst Du mit dem Mundgeruch um? Auf wieviel Gramm KH kommst Du am Tag?

    Freundlicher Gruß

    Norman

    Reply
    1. sfast at |

      Das ist schwer zu sagen. Ich teste verschiedene Protokolle für mich. Momentan experimentiere ich mit einer abgewandelten Form von Carb Backloading. Vor kurzem war ich an Trainingstagen bei ca. 80g. Habe ich nur einmal am Tag trainiert war ich bei 30-50g.

      Ich nutze keine Ketonstäbchen, werde aber damit herumexperimentieren. Das Problem bei Ketosticks ist, dass sie nur das Acetoacetat im Urin testen. Je länger man in der Ketose ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Muskeln dieses aufnehmen und als β-Hydroxybutyrat wieder in gen Blutstrom geben. Deswegen verschwindet die Färbung normalerweise bei dauerhafter ketogener Ernährung allmählich wieder.

      Es kommt aber im wesentlichen darauf an, die Blutkonzentration von Ketokörpern zu erhöhen. Ob dann Ketonkörper im Urin sind oder nicht, spielt keine Rolle.

      Mein Mundgeruch hat sich über die Zeit wieder normalisiert.

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