#24 Was gehört zum allgemeinen Fitnesstraining? | Das ME-Improved Trainingssystem
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I. Definition und Grundlagen eines Trainingssystems
- Systemgedanke: Planung der Komponenten so, dass sie sich gegenseitig stützen und negative Interferenzen minimiert werden.
- Abgrenzung: Ein System unterscheidet sich von der bloßen Aneinanderreihung verschiedener Pläne (z. B. Kraftplan plus Marathonplan).
- Konsolidierung von Stressoren: Gruppierung ähnlicher Belastungen zur effizienten Steuerung der Regeneration (Konzept des „Hybrid Athleten“).
II. Die fünf Hauptaspekte des Trainings (Meta-Kategorien)
1. Kraft
- Lineare Kraft:
- Bewegungen auf der Sagitalbene oder auf einer geraden Linie zwischen Start- und Endpunkt.
- Klassische Übungen: Kniebeuge, Bankdrücken, Klimmzüge, Kreuzheben.
- Organische Kraft:
- Abweichungen von der geraden Linie; Bewegungen in unterschiedlichen Gelenkwinkeln und Ebenen.
- Beispiele: Seitliche oder überkreuzte Ausfallschritte, einbeinige Kniebeugen (Pistols), Echsengang (Lizard Crawl).
- Methodik und Nutzen:
- Lineare Kraft eignet sich für schwere Maximalbelastungen.
- Organische Kraft dient der Resilienz und Verletzungsprävention durch Stärkung schwacher Positionen.
2. Niederintensives Training (LIT)
- Formen: Gemütliches Joggen („Roadwork“), Radfahren oder leichtes Schlittenziehen.
- Funktion: Erhöhung des Gesamttrainingsvolumens bei geringer Belastung des Nervensystems.
- Vorteile: Förderung der mitochondrialen Biogenese in den langsam zuckenden Muskelfasern.
- Kombination mit Koordination: Integration von Schattenboxen oder spezifischen Drills zur gleichzeitigen Fertigkeitsentwicklung.
3. Hochintensives Training (HIT)
- Klassische Intervalle: Zeit- oder leistungsgesteuerte Belastungen (z. B. auf dem Assault Bike oder Tempoläufe).
- Aerobic Functionals:
- Zirkeltraining mit Fokus auf Übungen, die einen stetigen Wechsel zwischen Spannung und Entspannung ermöglichen.
- Ziel: Maximierung des Blutflusses und der Herzvorlast (z. B. schweres Schlittentraining, Ausfallschritte).
4. Stabilität
- Ende der Bewegungsamplitude:
- Kraftaufbau in der maximalen Dehnung (Aktive Mobilität).
- Beispiele: Fliegende Bewegungen für die Brust, Kreuzheben mit gestreckten Beinen.
- Mitte der Bewegungsamplitude:
- Klassisches Stabilisierungstraining in der stärksten Position.
- Fokus: Rumpftraining, Rotatorenmanschette, gezielte Stärkung des Beinbeugers.
5. Athletik
- Kategorie 1: Frequenz und Agilität:
- Sprints, Pendelläufe und Übungen mit hoher Bewegungsfrequenz.
- Kategorie 2: Explosivität (Einzelwiederholungen):
- Sprungtraining (Pliometrie) und Wurftraining (z. B. Medizinball oder spezifische Kampfsportwürfe).
- Spezialisierung: Unterscheidung zwischen linearen Sprints und Sprints mit Richtungswechseln (organische Komponente).
III. Systematische Integration und Trainingsplanung
- Ganzheitlicher Aufbau: Kombination mehrerer Aspekte in einer Einheit (z. B. lineare Grundübung gefolgt von organischen Mustern und Ausdauerreizen).
- Reihenfolge der Belastung:
- Traditionell: Kraft vor Ausdauer zur Vermeidung von Ermüdungseffekten.
- System-Alternative: Niederintensives Ausdauertraining vor Krafttraining bei geringem Volumen zur Förderung der Regeneration und Hormonausschüttung.
- Interferenzeffekt: Die Steuerung der Ermüdung ist der wichtigste Faktor, um sicherzustellen, dass sich Kraft- und Ausdauerreize nicht gegenseitig behindern.