Gute Psychologie MUSS unwissenschaftlich sein

Der moderne Versuch der Psychologie läuft darauf hinaus, dass sie in möglichst wertfreier, empirischer Wissenschaft zu fundieren. Das gilt auch für die Fragen, was gesund und was krank ist. Solange Psychologie ein rein-theoretisches, für die Praxis irrelevantes Fach an der Universität sein soll, macht dieses Unterfangen Sinn. Doch bereits am empirisch-wissenschaftlichen Anspruch der Beschäftigung mit psychischer Krankheit und Gesundheit können wir das Problem erkennen. Krankheit und Gesundheit sind normative Zustände. Das gilt auch für Teilaspekte: Ist es gesund einen Armbruch zu riskieren, um das Leben eines Menschen zu retten? Ja, weil das Leben mehr wert ist als die Integrität eines… (Weiterlesen)

Bewegungsprinzip funktionale Flaschenhälse

Es gibt Funktionen des Körpers, die in weiten Bereichen in Sport und Alltag Flaschenhälse sind. Ein prominentes Beispiel ist die Griffkraft. Es gibt nur sehr wenige Sportarten oder Alltagsbelastungen, in denen Griffkraft nicht eine entscheidende Rolle spielt, wenn wir Menschen körperlich gefordert werden. In der Auswahl der Übungen im Sinne des funktionalen Trainings haben wir die Möglichkeit Übungen so auszuwählen, dass eben diese Flaschenhälse besonders gefordert sind. Praktisches Beispiel: Wir können die Intensität von Liegestütz auf mindestens zwei Weisen erhöhen: Wir können Zusatzgewicht in Form eines Rucksacks anlegen oder wir können in Richtung der Progressionen für den einarmigen Liegestütz gehen.… (Weiterlesen)

Mehrere Meilensteine bei der Doppelzielprogression nutzen

Vorbemerkung: Die Doppezielprogression erkläre ich in diesem Video: https://www.youtube.com/watch?v=hjAYv_ZPw8I Wenn man den Überblick bewahren kann, kann man sich gleichzeitig mehrere Ziele offenhalten. Dazu notiert man sich wie folgt die erreichten Meilensteine nach Wiederholungszahlen: Gesamtwiederholungen Maximale 2er Maximale 3er Maximale 4er usw. Beispiel: 10 Gesamtwiederholungen 4x2 1x3 1x4 Von hier aus hat man unterschiedliche Möglichkeiten: 11 oder mehr Wiederholungen absolvieren 5x2 2x3 1x4 (Nicht vergessen die Gesamtwiederholungszahlen auf das gewünschte Minimum aufzufüllen, wenn der Rekord eingefahren ist.) Logischerweise will man in den niedrigen Wiederholungsbereichen Kapazität sammeln, bevor man sich in den höheren steigert. In diesem Beispiel wäre es beispielsweise nicht ratsam,… (Weiterlesen)

Bewegungsnährstoffe und Grundlagenprogramm

Ausgehend vom Modell "Bewegung als Nahrung" habe ich in Lebenswandel: Reflexion und Analyse über Makro- und Mikronährstoffe der Bewegung geschrieben. Dies ist nicht lediglich ein Vergleich, um eine bestimmte Weise anzuregen, wie man über Bewegung nachdenken kann. Dahinter steckt ein tatsächlicher Versuch ein rationales Modell von Bewegung als Nahrung zu finden. Zwei mögliche Kandidaten für Nährstoffe der Bewegung sind: Negative Wiederholungen mit über 70%1RM. Dynamische Kontraktionen am Ende der physiologisch möglichen Bewegungsamplitude (nicht jeder Mensch wird einen vollen Spagat erlernen können). Der aktuelle Stand meiner Arbeit lässt nicht zu, dass ich sagen kann, ob dieses Modell es in den Kreis… (Weiterlesen)

Einen Kodex nimmt man demütig an

Der nachfolgende Abschnitt ist aus dem Manuskript für den fünften Band der Lebenswandelreihe: Lebenswandel - Selbstentwicklung. Teil der Methoden der Selbstentwicklung ist die Entwicklung eines persönlichen Ethos. Eines Kodex. Doch, ob dieser Kodex gut ist, ist nicht einem selbst überlassen. Wer glaubt, es sei einzig und alleine die eigene Entscheidung, wie er sein Leben zu leben hat, ist arrogant und nichts weiter. Diese Arroganz wird bestraft und der Träger der Arroganz wird Opfer dieser Bestrafung werden. Wohlgemerkt, der arrogante Mensch ist nicht das Subjekt seines Lebens und ist damit auch nicht derjenige, der bestraft wird. Vielmehr ist er das Werkzeug… (Weiterlesen)