8 Reaktionen

  1. Jane at |

    Hejhej, ich habe mir die Doku angesehen. Mich interessieren an dem Konzept zwei Dinge: 1. Der mögliche Einfluss auf psychische Krankheit 2. Der Effekt auf (Körper-)Zellen (was das „Ausmisten“ angeht und damit Raum/Zeit für selbstregulierende Maßnahmen des Körpers)

    Ich fände es höchst spannend, wenn tatsächlich intermittierendes Fasten den gleichen Effekt hätte wie gewöhnliches Fasten. Hast Du irgendwo Hinweise darauf gefunden, dass dem so sein könnte?

    ABER: Verstehe ich das in der Doku richtig, dass während des Fastens das Gleiche passiert wie in Ketose? Dann wäre ja Fasten eher egal, Ketose wäre das „Zauberwort“… Gibt es Erfahrungen von Langzeit-Ketose? Wenn mein Gedankengang richtig ist, müsste doch Langzeit-Ketose genau das Ergebnis liefern, das auch das Fasten zeitigt. Dann wäre IM quasi überflüssig. Sehr spannend, denn das würde sich decken mit dem Steinzeit-Gedanken von Paleo, zu dieser Zeit gab es einfach Kohlenhydrate als Lebensmittel quasi gar nicht, ergo wären unsere Körper auf KH-lose Ernährung ausgerichtet, die diese andauernde Selbstheilung ermöglicht…

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    1. Pedro at |

      @Jane: Wieso gab es in der Steinzeit keine KH? Möglich, dass es in bestimmten Gegenden wenig KH gab. Zumindest unser vorsteinzeitlichen Vorfahren haben aber KH bekommen und unsere Organismen sind (daher) absolut in der Lage, KH zu verarbeiten, ohne krank zu werden. Fasten schließt im Gegensatz zur Keto-Ernährung auch Eiweiße aus, bestimmte zellulären ‚Reinigungsprozesse‘ basieren genau darauf. Ich denke eher, dass Phasen ohne Nahrungszufuhr der Schlüssel sind.

    2. Sascha Fast at |

      Fasten und Keto hat auch einen unterschiedlichen Effekt auf die Epilepsie (es werden anderen Anfälle jeweils besser unterdrückt). Ich bin deiner Meinung, dass die Ketose nicht alles ist.

      Ich bin gerade am herausarbeiten WIE Proteine bestimmte Prozesse verhindern. (Ich schätze mal, dass es wieder mal auf mTOR und AMPK hinausläuft)

      Bleibt nur noch Fett übrig. Jetzt steht nur noch zur Debatte, ob und welche Prozesse Fett unterdrückt.

    3. Sascha Fast at |

      Es gibt verschiedene Markierungen, ab welchen bestimmte Prozesse angeworfen werden (z.B. wenn das Leberglykogen aufgebraucht ist und der Aminosäurepool durch die Glykoneogenese belastet wird). Das geht schon relativ schnell los. Das Ganze ändert sich nochmal, wenn man trainiert, weil Training sehr ähnliche Effekte dem Fasten hat.

      Allerdings hat Pedro recht. Eine Steinzeiternährung heißt nicht keto oder LowCarb. Steinzeit hat aber schon etwas mit viel Anstrengung und Bewegung im gefasteten Zustand zu tun.

  2. Jane at |

    Hej Pedro, „unsere Organismen sind (daher) absolut in der Lage, KH zu verarbeiten, ohne krank zu werden“ So wie es in dieser Doku dargestellt wird, sind KH die einzigen Makronährstoffe, die unser Körper selbst herstellen kann, also nicht von außen braucht. Und in der Steinzeit gab es ja weder Getreide noch Zucker (unsere vorwiegenden KH-Quellen heute), einzig Gemüse enthalten KH. Deshalb würde ich Deinen Satz (den hier zitierten) in Frage stellen.

    „Fasten schließt im Gegensatz zur Keto-Ernährung auch Eiweiße aus…“ Ich habe keine Erfahrung mit Ketose(-Ernährung), meine aber zu wissen, dass Eiweiße keinesfalls ausgeschlossen sind. „…bestimmte zellulären ‘Reinigungsprozesse’ basieren genau darauf“ -> Ist das so?

    „Ich denke eher, dass Phasen ohne Nahrungszufuhr der Schlüssel sind.“ Das ist gut möglich! Ich hätte halt gerne überzeugende Argumente dafür… Kann jemand (aus Erfahrung?) was zum Verhältnis Ketose – Fasten (welches auch immer) sagen?

    Reply
    1. Pedro at |

      @Jane: Du hast mich missverstanden. Beim Fasten sind Eiweiße ausgeschlossen, nicht bei Keto. Bestimmte Vorgänge des Zelltodes (Apoptose) finden nur unter Abwesenheit von EW statt, also nicht auf Keto. Wobei nicht klar ist, inwieweit es auf die Apoptose ankommt.

      Was die KH angeht: Wenn der Körper diese selbst herstellt, scheinen sie jedenfalls lebensnotwendig zu sein und es scheint mir unwahrscheinlich, dass sie von außen zugeführt dann plötzlich gesundheitsschädlich sind. Die Steinzeit umfasst je nach Definition Millionen Jahre. Es ist unplausibel, dass der Mensch oder seine Vorfahren da nicht phasenweise intensiv Knollen, Bohnen, Früchte, Samen, Honig, Pilze etc. gefunden und diese gegessen haben, wenigstens in bestimmten Regionen. Zumal genetisches Material unserer vegetarischen Vorfahren ja auch noch vorhanden ist. Fasten wiederum gehört bestimmt zur Entstehungsgeschichte nicht nur des Menschen dazu. Wer dazu nicht in der Lage ist, zumindest vorübergehend, hat m.E. ein Problem, das er lösen sollte.

      Das schließt nicht aus, dass Ketose positive Effekte hat. Für bestimmte Krankheiten ist es tw. gut belegt, für Gesunde ist das aber noch wenig erforscht und m.E. Spekulation.

  3. at |

    hast Du Links zu Studien über Fasten auf Russisch? meine Frau befasst sich aus gesundheitlichen Gründen aktuell sehr damit und sie kommt aus Russland.

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    1. Sascha Fast at |

      Leider nicht. Diesbezüglich habe ich überhaupt gar nicht erst recherchiert.

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