32 Reaktionen

  1. Janis at |

    Hammer Text! Besonders folgende Aussage: „Auch durch die Forschung erhärtete Hypothesen musst du erstmal im Selbstexperiment für dich bestätigen.“ Während der eine Erdnüsse in Unmengen verzehren kann, schnürt sich beim anderen der Hals beim bloßen Gedanken daran zu.

    Gruß Janis

    Reply
  2. at |

    Ja, deine kritische Artikelreihe zum Paleo gefällt mir auch sehr gut.

    Wenn dich andere Menschen nach deiner Ernährungsweise fragen. Wie begründest du diese? Ist es dir wichtig diese zu begründen?

    In erster Linie gibt es solche Diskussionen beim Essen. Was wiederum bedeutet dass ich mit anderen zusammen, meine Frau ausgeschlossen, esse. Also in erster Linie beim Mittag und selten bei meinen Eltern. Bei meinen Eltern missioniere ich nicht und beantworte aber Fragen. Aber eigentlich kann man solche Diskussionen vernachlässigen.

    Bleibt das Mittagessen mit den Kollegen in der Schule. Ich habe den Vorteil zwei sehr nette Kollegen zu haben die beide hohe Dan schwarze Gürtel haben und in ihrer aktiven Wettkampfzeit völlig durchgeknallte Ernährungsstrategien fahren. So lange wie mein Essen nicht stinkt haben die für alles nicht nur Verständnis, sie finden das sogar gut. Es ist eher so eine Art gegenseitiges auf die Schulter klopfen, weil man Sportler ist.

    Nach einigen Jahren wo ich sowieso mein Ding durchziehe haben die anderen aufgegeben und sind mit ihrer Kritik eingeknickt und missionieren mich nicht mehr. Mittlerweile haben sie sich soweit arrangiert das sie es positiv sehen und mein Essen als Indiz von Zuverlässigkeit schätzen. :) Wichtig ist aber auch hier: Mein Essen sollte nicht stinken.

    Also hat sich die Gemeinschaft angepasst. Trotzdem gibt es gelegentlich welche. Meist wenn ein Abteilungsfremder Kollege oder Kollegin in unseren Lehrerstützpunkt (heisst wirklich so) kommt und dann läuft es typischerweise so ab:

    K: Sieht ungewohntes Essen von mir „was ist das “ Ich: Schweineleber … K: Blablabla irgendeine Kritik

    Meine Antwort sucht sich dann in der Regel eine persönliche Schwäche des Kritikers aus. Z.B: „Von Rauchern lass ich mir gar nicht sagen“ (Raucher) „Mir ist es wichtig so zu essen dass ich 20h Training pro Woche schaffe“ (Unsportlichkeit)

    Normalerweise beendet dass die Fragerei und Kritik. Erzeugt außerdem Lacher bei den Kollegen die sich an mich gewöhnt haben und isoliert den Kritiker weil ich dann einfach in Ruhe weiteresse. Wichtig ist aber auch hier: Das Essen darf nicht stinken, sonst kippt die Stimmung und ich bin der massiven Kritik ausgesetzt. hehe

    Wie wichtig ist dir Klarheit um die Steinzeiternährung? Irritieren dich Ungereimtheiten Ja, deswegen habe ich noch Paleo überzeugt betrieben. Hab da immer das Bild vor Augen das Höhlenmenschen sich von Aas, anderen toten Menschen, Insekten und vergammelten Wurzeln ernähren und dann traurig im Winter den Säugling beerdigen oder aufessen sowie massive Probleme mit Höhlenbären bekommen.

    Die Ernährungsform die bei mir die richtige Bezeichnung wäre ist eher „Opportunistische Ernährung“. Wobei viele das erst mal unschön verstehen. Wahrscheinlich ist „improved eating“ besser :)

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    1. Sascha Fast at |

      @Norman:

      Das mit dem Stinken hatte ich mit Eiern in einem sehr kleinen Kabuff, dass ich mir zum Sachen lagern und umziehen mit Kollegen teilen musste. Auch da hat sich die Gemeinschaft angepasst. Zumindest war der Gegenwind nicht so groß, dass ich mein Verhalten geändert habe. :)

  3. Artur at |

    Beide Beiträge sind sehr gut und werfen ein wissenschaftliches Lied auf das Thema „paleo“-Ernährung. Mir wird die Ernährungsform des paleo oft zu sehr als eine Doktrin vorgestellt und deren „Regeln“ zu gebetsartig durchexerziert. Werde ich nach meine Ernährungsform gefragt, so ist dies meist durch Fragen wie „und dann darfst du NIE wieder das und das essen??“. Dies verneine ich eigentlich immer und versuche den/ dem Menschen klar zumachen, dass Paleo keine Religion ist und ich nur ein Mensch. Was ich versuche, ist ihnen die Vorteile, die ich selber davon habe, zu erläutern und zeitgleich auch zu erklären, warum Getreide für diese Art der Vorteile, für mich, nicht geeignet sind. Bei weiterführendem Interesse kleide ich das Ganze etwas aus, aber meist ist da schon das Interesse verflogen. Ich versuche aber nie jemanden zu überzeugen. Sondern weise sie viel mehr darauf hin, dass die Paleo Ernährung nicht des Weisheits letzter Schluss ist, da es viele Arten gibt sich gesund zu ernähren, die für unterschiedliche Menschen unterschiedlich gut klappt. Was ich als Tipp mitgebe, ist sich bewusst mit dem Thema Ernährung auseinander zu setzen und für sich selbst einen Weg zu finden, der nicht nur nach Verzicht aussieht. Für mich ist dies die „Paleo-Ernährung“, wobei ich es eher als eine Art zu leben ausgestalte, sodass es nicht nur um Essen geht, sondern auch darum die Chemie in meinem Leben zu reduzieren.

    Im Endeffekt stören mich die Ungereimtheiten nicht sehr, denn ich mache es für mich und fühle mich sehr wohl dabei. Gibt es Unklarheit oder gar Fehler zum Thema in einem Gespräch, weise ich gerne darauf hin, betone aber stets, dass „Paleo“ keine Religion ist und ich kein asketischer Mönch bin.

    Nochmals danke, für diesen wichtigen Beitrag. Sehr informativ und reflektiert! Deine Ansätze finde ich sowieso fasznierend und baue sie Stück für Stück für mich ein, was mir bei einigen Dingen leichter und bei anderen schwerer fällt.

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    1. Sascha Fast at |

      @Artur: Danke für die netten Worte.

      Bei welchen Dingen fällt es dir denn schwerer?

  4. Philipp at |

    Danke für die Zusammenstellung, ich habe anderen Leuten auf ähnliche Weise versucht zu erklären, dass „Paleo“ einfach mal kritische Gedanken aufwirft. Wie du sagst, liegts dann aber an uns, zu diskutieren und nicht stumpfsinnig Höhlenmenschengeschichten nachzuleben.

    Die aufgestellten Hypothesen soll man nach Karl Popper versuchen zu falsifizieren anstatt zu beweisen. Und solange eine Hypothese durch Experimente nicht falsifiziert ist, gilt sie noch.

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      @Phillipp: Hast du dich schon mit Kuhn beschäftigt? Seinen Ansatz halte ich für vielversprechender. Poppers Position fällt für mich, weil sie dazu verleitet, die Theorie insgesamt zu verwerfen. Eine Heuristik ist z.B. keine Theorie. Dass Jäger und Sammler kein Getreide gegessen haben, ist z.B. falsch, solange man den beiden von mir verwendeten Studien glaubt. Theoretisch kann man auch Getreide einfach nur sammeln, was die Menschen damals möglicherweise gemacht haben. Das heißt aber nicht, dass ich meine Heuristik modifizieren oder gar aufgeben muss, denn ihre Nutzen hat sich bisher sehr gut gezeigt.

  5. Philipp at |

    Ich würde jetzt nicht die ganze Paleo-Heuristikquelle dem Popper ausliefern und dann verwerfen, falls nur etwas davon falsifiziert wird. Lediglich einzelne Aspekte daraus könnten so behandeltet werden. Ja Kuhn kenne ich. Vielleicht führt das irgendwann in die Richtung eines Paradigmas führt und z.B deine Idee der Jagd- und Sammelmöglichkeiten einschliesst.

    Reply
  6. Artur at |

    @Sascha

    Z.B. bezogen auf die Morgenroutine. Mir gelingt es mittlerweile sehr gut (fast) jeden Morgen den Sonnengruß zu machen um die müden Knochen auf den Tag einzustellen. Manchesmal mache ich vorweg die Atemsequenz. Selten bist nie schaffe ich es mich morgens zum kräftigen und ausbelasten zu „zwingen“. Meinen Morgen also mit derartiger Bewegung zu gestalten fällt mir schwer. Ringe ich mich aber mal dazu durch, dann merke ich die Vorteile davon, aber sie zu routinisieren fällt mir nicht leicht. Ich mache zwar regelmäßig Sport mit eigenem Gewicht, aber arbeite zu wenig an meiner Beweglichkeit. Da ist deine gestartete Reihe zur Dehnung sehr interessant, aber ich weiß nicht so Recht wo ich sie einbauen soll und wie oft ich sie ausführen sollte, deshalb „verschiebe“ ich das Problem auf den nächsten Tag. Ich bin aber zur Zeit auch in einer intensiven Lernphase, sodass mein Tag ohnehin sehr routiniert ist, weshalb ich da vllt etwas unflexibel bin. Aber auch dafür gibst du gute Tipps, sodass ich mich auf die Basics konzentriere und so Stück für Stück die Vorteile merke und sie auch erweitere. Der Mensch ist aber sehr schwer von gewohntem abzubringen…zumindest gilt das für mich.

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  7. Sascha Fast at |

    @Artur:

    Wie lang machst du denn den Kräftigungsteil, wenn du ihn machst? Vielleicht bietet es sich für dich an, erstmal weniger Sätze zu machen?

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  8. omegachigma at |

    Sehr guter Artikel, Sascha! Ich schätze dein ausgeprägtes kritisches Reflexionsvermögen.

    Wenn dich andere Menschen nach deiner Ernährungsweise fragen. Wie begründest du diese? Ist es dir wichtig diese zu begründen?

    Ehrlich gesagt habe ich bisher ganz gut so hinbekommen, dass ich nie gefragt wurde. Das Tolle an dieser Ernährungsform ist doch, dass sie eigentlich gar nicht „komisch“ aussieht für Außenstehende. Wenn ich Fleisch mit Gemüse esse, sieht das für die anderen anscheinend ganz normal aus- jedenfalls wurde ich bisher nie darauf angesprochen. Ich muss aber dazu sagen, dass ich in Gesellschaft meist ganz „normal“ esse. Das ist ja auch kein Problem, wenn es nicht oft vorkommt.

    Meine Freundin mit der ich zusammen wohne und mit der ich entsprechend auch häufig zusammen esse, weiß über Ernährung Bescheid und macht entsprechend mit. Daher klappt das ganz gut. Ich hatte ihr mal vor einiger Zeit ein paar Bücher in die Hände gedrückt (Leben ohne Brot, Peter Mersch, Nicolai Worm etc.) und sie war dann relativ schnell überzeugt. Wobei ihr die Umsetzung oft schwerer fällt als mir. Ob das was mit dem Geschlecht zu tun hat? :-)

    Wie wichtig ist dir Klarheit um die Steinzeiternährung? Irritieren dich Ungereimtheiten (z.B. nachweisbarer Getreidekonsum in der Steinzeit)?

    Das ist mir sehr wichtig. Man sollte handeln nach dem Motto: „Der Weg ist das Ziel.“

    Mit der Steinzeiternährung ist man also noch lange nicht am Ziel angekommen. Es gilt dann noch alles von Fall zu Fall zu falsifizieren bzw. verifizieren.

    Ich möchte aber dazu sagen, dass Paleo in meinen Augen mehr ist als einfach nur eine Hypothesenmaschine. Die Steinzeit-Ernährung fußt ja letzendlich auf der Evolutionstheorie. Wenn man die Evolutionstheorie als ein System von Axiomen voraussetzt, kann man verdammt gut darauf aufbauen- und zwar für vielerlei Dinge (Ernährung, Gesundheit allgemein, Psychologie uvm.).

    Das was mich an der heutigen Ernährungswissenschaft am meisten stört, ist ihre unwissenschaftliche und dogmatische Herangehensweise. Ihr fehlt eine solide Basis, eine Art Axiomensystem, auf dem sie aufbauen kann. Gucken wir uns mal andere Wissenschaftdisziplinen an wie z.B. die Physik, Mathematik oder Chemie, dann fällt sofort auf, dass alle gewisse Grundgesetze oder Axiome haben, von denen ausgehend sie dann alles andere herleiten. Wenn man also davon ausgehen kann, dass die Grundgesetze oder Axiome wahr sind und man nur logische Schlussfolgerungen zieht, dann wird man am Ende ein logisch konsistentes stabiles Aussagengerüst erhalten, welches Systematik, Einfachheit und Ordnung in die Wissenschaft bringt.

    Natürlich wird man in der Ernährungswissenschaft nicht genau so streng und sauber vorgehen können wie in der Mathematik oder Physik, aber man wird sich vieles von ihnen abgucken können. Einfach aus den oben genannten Gründen der klassischen Vorgehensweise : Definition –> Satz –> Beweis.

    Auch in der Physik zum Beispiel müssen Hypothesen theoretischer Physiker standhalten, wenn die Experimentalphysiker sie testen wollen – und zwar beliebig oft.

    Was ich meine, erkennt man auch ganz gut, wenn man die Bücher von Peter Mersch liest, welcher ja Mathematik und Informatik studiert hat und daher in einer Denkweise geübt ist, wie ich sie oben beschrieben habe. Der Inhalt seiner Bücher ist einzigartig und seine Argumentationsweise sehr sauber und klar.

    Ich bin überzeugt, dass die Ernährungswissenschaft in Zukunft gute Fortschritte erzielen kann, wenn sie sich dies zu Herzen nimmt.

    Beste Grüße

    omegachigma

    Reply
  9. Alex at |

    Ich weiß nicht, ob die Frage passt. Aber wohl eher hier als woanders:

    Du benutzt doch Schlemmkreide und keine Zahnpasta. Wegen des Fluorid-Gehalts? Ich beschäftige mich gerade damit und frage mich jetzt wie die Trinkwasserqualität hier in Deutschland aussieht, ob da auch Fluorid zugesetzt ist. Hast du dich da schonmal informiert? Mir ist die Lust auf Zahnpasta auf jeden Fall gerade gehörig vergangen…

    Reply
    1. omegachigma at |

      Es ist ja nicht nur das Fluorid. Da sind ja auch viele andere Inhaltsstoffe enthalten bei denen man nicht sicher sein kann, dass sie unbedenklich sind. Auf jeden Fall sind Zahnpasta und Mundwasser mit antibakteriellen Wirkstoffen sehr bedenklich, da sie die körpereigenen Bakterien ebenfalls abtöten, welche die Mundflora ausmachen und wichtig für die Gesundheit allgemein sind.

      Ich würde grundsätzlich einem Produkt skeptisch gegenüber stehen, welches völlig neuartig ist und auf die eine oder andere Art und Weise von unserem Organismus aufgenommen wird.

      Zum Trinkwasser: Soll ja offiziell unbedenklich sein. Lediglich die Rohre im eigenen Haus bzw. in der eignen Wohnung können Probleme machen. Am besten ist natürlich Mineralwasser aus Glasflaschen. Aber nicht jeder steht auf die Transportbemühungen, die damit einhergehen.

      Ansonsten kann ich Stiftung Warentest empfehlen. Dort wurden erst vor kurzem viele Mineralwasser-Anbieter getestet.

  10. omegachigma at |

    P.S.: Was das Zähneputzen angeht, gibt es noch die Swak-Zahnbürste (einfach mal googlen). Die kommt komplett ohne Zahnpasta und Schlemmkreide aus. Ich kann jetzt aber kein Urteil abgeben, weil ich sie selber (noch) nicht benutze. Klingt aber auf jeden Fall vielversprechend.

    Reply
  11. Artur at |

    @Sascha Als ich ihn gemacht habe, habe ich es nach deinem System ca. 14 Tage asugehalten. Dann kam mir eine Krankheit dazwischen und seitdem fällt es mir schwer mir sie wieder anzugewöhnen. Wenn ich mich mal kräftige jetzt morgens, so mache ich die vorgeschlagenen Übungen, aber jeweils nur einen Satz, dafür aber eine moderate Wiederholungsanzahl für meinen Leistungsstand. Mir fällt die Umsetzung davon einfach sehr schwer, da ich morgens wirklich sehr träge bin.

    Reply
  12. Anna at |

    @omegachigma: zu Miswak. Ursprünglich ist es ein Zweig. Ich finde ihn sehr unhandlich, weil ich damit gar nicht an alle Zähne rankomme und ich hab das Gefühl ich krieg die Zähne nicht so sauber (obwohl ich noch Zahnseide benutze). Es gibt auch feste Bürsten, wo nur der kleine, austauschbare Kopf aus Miswak ist. Es schmeckt ein bisschen komisch, soll aber Inhaltsstoffe enthalten, die gut für die Zähne sind. Ich benutze lieber einen normalen, großen Zahnbürstenkopf, daher werde ich das nächste Mal biologisch abbaubare Bürsten kaufen. Der Miswak-Zweig ist in Plastik verpackt gewesen.

    Reply
  13. Artur at |

    @omegachigma Ich dagegen hab sehr gute Erfahrungen mit dem Miswak. Der anfänglich seltsame Geruch und Geschmack verfliegt sehr schnell und man hat auf dauer ein sehr angenehmes Mundgefühl. Es ist durchaus ungewohnt. Und anfangs, wie Anna bemerkt hat, ist es schwierig die Putztechnik zu erlernen, aber mit der Zeit wird es zum Selbstverständnis und man kommt an alle Zähne sehr gut ran. Es ist einen Versuch wert und allemal besser als die herkömmliche Zahnpflege.

    Reply
  14. Sascha Fast at |

    @Alex: Hätte auch gut zum Beitrag mit der Schlämmkreide gepasst. ;)

    Guck‘ mal in den Beitrag. me-improved.de/2013/09/04/schlaemmkreide-statt-zahnpasta/

    Ich habe das mal für Natriumlaurylsulfat durchexerziert. Triclosan ist auch so ein Problemkind. Es ist, wie Omegachima sagt, nicht nur das Flourid.

    Das ganze Konzept hinter der chemischen Pampe ist imho gefährlich. (Siehe Radioaktivität in der Zahnpasta)

    Reply
  15. Sascha Fast at |

    @Artur:

    Vielleicht ist für es für dich sinnvoller den Kräftigungsteil einfach an Nachmittag/Abend zu machen?

    Reply
  16. Artur at |

    @Sascha Ist der Kräfigungsteil denn wichtig, wenn man sonst auch Sport treibt? Mein Sportpensum ist nicht gering und ich mache bis zu vier Mal die Woche Sport. Manchmal auch mehr. Da sind eigentlich immer alle Übungen die du vorschlägst bzw. die Bereiche auch immer belastet. Sorry, wenn es schon in dem Beitrag steht..

    Reply
  17. Sascha Fast at |

    @Artur: Wenn du schon Krafttraining machst, ist der Kräftigungsteil eher weniger wichtig. Dann würde ich hier die Gelegenheit nutzen um dich mit Bewegungen zu beschäftigen, die sonst nicht so vorkommen.

    Reply
  18. Eugen at |

    Hallo Sascha, interessanter Beitrag und im wesentlichen sehr vernünftig angegangen. Mir ist insbesondere eine These von dir aufgefallen, die sich in dieser Form in letzter Zeit häufiger in Argumentationen beobachten lässt: „Wenn du festgestellt hast, dass sich etwas für dich bewahrheitet, dann ist das doch genau das, was du willst!“ Ich bin dieser Aussage selber, aufgrund meines Yoga-Hintergrundes zugeneigt, da sich Yoga auch als eine Selbst-Erfahrungs-Wisssenschaft versteht. So ist der Rat immer der, das breite Angebot der verschiedenen Yoga-Übungen bei sich selbst auszuprobieren und zu schauen, was, wie bei einem selbst wirkt und es erst dann für sich anzunehmen, wenn es einen positiven Effekt aufweist. Das Problem an dieser Herangehensweise ist jedoch, dass wir uns damit schnell Wahrheiten schaffen können, die nur deshalb existieren, weil wir sie für wahr halten.

    Dazu gibt es einen interessanten Witz, der das verdeutlicht: Ein Indianer kommt zu seinem Medizinmann und fragt: Wie wird der Winter dieses Jahr? Der Medizinmann wirft ein paar Steine, und sagt dann: Der Winter wird kalt, geh besser Holz sammeln für deine Hütte! Das geht so den ganzen Tag und der Medizinmann gibt immer wieder den selben Rat. Schließlich kommen ihn Zweifel und er möchte wissen, ob es auch wahr ist, was er da erzählt, geht zum ortsansässigen Meteorologen und fragt ihn, wie der Winter wird. Dieser antwortet überzeugt: Der Winter wird kalt! Siehst du nicht wie die Indiander Holz sammeln, wie die Verrückten!?

    Selbstbeobachtung hat seine Grenzen und eine davon ist der Placebo-Effekt. Wie kannst du dir sicher sein, dass du tatsächlich eine Verbesserung erfährst, w e i l du deine Nahrungsgewohnheiten verändert hast und z.B. auf Weizen verzichtest? Es könnte ja auch einfach daran liegen, dass du dein Mindset geändert hast und im Glauben daran, dass der Verzicht auf Weizen dir gut tut, dazu führt, dass es dir besser geht. Immerhin gab es in der Vergangenheit sogar Placebo_Operationen(!), die dazu führten, dass die Patienten wieder gesund wurden. Mind over Matter …

    Ich will damit nur sagen, dass es -entgegen der immer populär werdenden Meinung- nicht wissenschaftlich ist und der Wissensgewinn durch reine Selbstexperimente auf wackligen Füssen steht. Selbst das Replizieren durch überzeugte Anhänger einer Ernährungstheorie ist kein hinreichender Beweis, da auch hier Placebo-Effekte nicht auszuschließen sind. Im Grunde also Wissengeneration durch Spekulation und Überzeugung.

    Gruß! Eugen

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      @eugen:

      Die wissenschaftliche Methode ist nicht auf die Wissenschaft begrenzt. Nur weil eine Erkenntnismethode Grenzen hat, basiert sie nicht „im Grunde“ auf Spekulation und Überzeugung. Es sei denn du willst einen radikalen Skeptizismus vertreten. Dann macht es keinen Sinn Selbstexperimente als nichtwissenschaftlich zu bezeichnen.

      Mein Getreideverzicht hat mir eine sehr erheblich verbesserte Regeneration beschert und jedes Mal, wenn ich Getreide gegessen habe, ging es mir schlecht. Wenn ich meine Regeneration nur durch einen Placebo-Effekt verbessert habe, ist mir das zwar Recht, weil ich aber eine wissenschaftlich (!) gut fundierte Theorie an mir selbst getestet habe, ist es plausibler anzunehmen, dass es nicht an einem Placebo-Effekt liegt.

      Deine Kritik ist genauso überzogen, als würde ich sagen, dass Wissenschaftler auch ihre Grenzen haben und deswegen universitäre Wissenschaft im Grunde durch Spekulation und Überzeugung ist.

      Viele Grüße
      Sascha

  19. Lisa at |

    „Auch durch die Forschung erhärtete Hypothesen musst du erstmal im Selbstexperiment für dich bestätigen.“ Allein dieser Satz hätte gereicht und fasst meine Meinung zu diesem Thema sehr gut zusammen. Ich selbst orientiere mich auch an Eckpunkten der strittigen Steinzeiternährung. Ich vertrage aber beispielsweise Milch und Erdnüsse sehr gut und verzichte daher nicht konsequent darauf. Gesund ist für mich, was meinem Körper und meiner Seele tut gut. Unendliches Totargumentieren mit Veganern oder Skeptikern tut meiner Seele definitiv nicht gut. Daher enden meine Begründungen recht kurz und schließen mit einem: „Mir tut es sehr gut“ab… Klasse Text!

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      @Lisa:

      Ich bin durch mein Verträglichkeitsempfinden echt in die Falle getreten: Milch vertrage ich subjektiv auch sehr gut. Auf ein Experiment hin habe ich dann nahezu alle Milchprodukte weggelassen und ein großes Stück an Regeneration gewonnen.

      Die ständige Auseinandersetzung um die eigenen Entscheidungen sind tatsächlich sehr anstrengend. Ich bin zu einer humorigen Ignoranz als Standardreaktion gewechselt. Wer sich wirklich interessiert, bleibt dran. :)

  20. Silke at |

    Ich sage immer, dass ich auf eine Ernährung mit möglichst naturbelassenen und hochwertigen Lebensmitteln und ohne künstliche/industrielle Zusatzstoffe umgestiegen bin. Erst im zweiten Satz erwähne ich, dass ich mich nach Paleo ernähre. Das funktioniert super. Einzelne Lebensmittelunverträglichkeiten erwähne ich ehrlich und sage auch was das Lebensmittel bei mir auslöst (Habe zur Zeit Probleme mit histaminhaltigen Lebensmitteln). Zu dem Thema Gluten sage ich, dass es mir erstens nicht gut tut und zweitens schlicht ergreifend Gift ist. Das ist das Killerargument schlechthin :D Für mich selbst weiß ich, dass es mir guttut und deswegen bleibe ich dabei. Dies hat meinen Psychiater wahrscheinlich am ehesten überzeugt, sich mal mit Paleo auseinanderzusetzen. Bin mal gespannt, ob er es probiert hat.

    Reply
  21. Eddi at |

    Hey Sasha, wie sieht bei dir weiterhin mit dem Verzicht auf Milchprodukte aus? Nach wie vor gute Regeneration? Ich versuche Moment auch vor allem die großen Mengen Quark auf der Arbeit wegzulassen, allerdings hab ich die günstigen und schnellen 1000kcal gerne mitgenommen. Hast du vielleicht einen Tipp für einen guten Ersatz?

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      @Eddi: Ich habe zumindest nicht wieder getestet, ob mich Käse und Quark wieder raushaut. :)

      Ich habe meinen Konsum an Olivenöl, Oliven und Avocado hochgefahren. Allerdings ist meine Ernährung durch das Wegfallen von Milchprodukten tatsächlich etwas teurer geworden.

  22. Eddi at |

    Danke Sascha. Regeneration ist ein großes Problem bei mir, ich werde die Milchprodukte mal weglassen

    Reply
  23. Julia at |

    Hallo Sascha,

    vielen Dank für diesen tollen Artikel! Wenn ich etwas nicht ausstehen kann, dann sind es Dogmen, vor allem im Ernährungsbereich. Letztlich ist blindes Hinterherlaufen und Nachmachen immer schlecht, egal ob die Sache an sich gut oder schlecht ist.

    Ich esse seit zwanzig Jahren vegetarisch, seit sechs Wochen glutenfrei und seit ca. einem Monat mehr oder weniger Paleo. Da ich schon Vegetarierin war, als das noch nicht hipp war, bin ich Unverständnis gewöhnt. Es nervt manchmal, aber grundsätzlich hoffe ich, dass ich mit positivem Berichten davon, wie viel besser es mir geht, den ein oder anderen dazu bringe mal mehr über seine Ernährung nachzudenken. In welche Richtung das dann geht ist ja dann seine Sache.

    Ich habe Deinen Blog erst vor ein paar Tagen entdeckt und es sind sooooo viele interessante Ansätze dabei, die zum Nachdenken und/oder Ausprobieren anregen :-)

    LG Julia

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Moin Julia,

      freut mich, dass du hier hin gefunden hast.

      Wenn du Vegetarisch und Paleo kombinierst, landest du wahrscheinlich sehr in der Nähe einer Raw Vegan Diet, oder?

  24. Julia at |

    Hi Sascha,

    mit Rohkost beschäftige ich mich auch immer mehr. Im Moment esse ich auch Quinoa, Hirse und Kichererbsen als Eiweißquelle – und fühle mich damit recht gut. Mal sehen, was noch so kommt ;-)

    Reply

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