10 Reaktionen

  1. Tobi D at |

    Ich find es an gewissen Stellen ein wenig undeutlich und widersprüchlich ?

    1) „Alleinsein ist erstmal nur die Tatsache an sich,…“ 2) „Während Alleinsein lediglich eine Information ist,…“

    und dann im Gegensatz…

    „Alleinsein ist Schmerz. Es ist eine Empfindung,…“

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Ich trenne zwischen Empfindung und Emotion. Eine Empfindung hat den gleichen Stellenwert wie etwa die Wahrnehmung, dass irgendwo ein Baum steht. Darüber kann man sich freuen oder ärgern. Die Empfindung (eben auch Schmerz) ist nicht direkt mit einer dazugehörigen Emotion gekoppelt.

  2. Dodo at |

    Hey Sascha,

    interessantes Thema..schade, dass das Video nicht funzt. Hast du zufällig Bücherempfehlungen für dieses Thema?

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Ja, ich muss mal gucken, ob ich das nochmal neu einsprechen kann.

      Es fällt mir schwer da eine Empfehlung zu geben, weil die meisten Bücher entweder sehr spezifisch sind (Twyla Tharp – The Creative Habit). Für diese müsste ich eigentlich eine Leseanleitung für, in diesem Fall Nicht-Künstler, schreiben, damit ich eine gute Empfehlung herausgeben kann.

      Andere sind ein bisschen abgedreht wie Nachfolge feiern von Richard Foster. Wenn man sich von religiöser Färbung irritieren lässt, ist das einfach nix.

      Nietzsche ist an und für sich schwer und bevor ich nicht ein Nietzsche für Nicht-Nietzschespezialisten gesehen habe, kann ich auch da nichts empfehlen.

      Das sind jedenfalls Anfangspunkte für dieses Thema.

      Viele Grüße Sascha

  3. Kate at |

    Hallo Sascha,

    Toller Artikel!

    Stichwort Lieblingsbücher: Kannst du eine Empfehlung für eine Urlaubslektüre für einen Wanderurlaub aussprechen? Hast du „Den Wüstenplaneten“ in der alten oder neuen Übersetzung gelesen? Merci und weiter so!

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Das kann ich dir nicht sagen. Welchen Unterschied machen diese beiden Übersetzungen?

      Bücherempfehlungen:

      Fast alles von Jack London (Kultur vs. Natur) Fast alles von William Quindt (Natur vs. Kultur)

      Geheimtipp: Ich ging den Weg des Derwisch.

  4. at |

    Schöner Artikel. Ich möchte anmerken, dass auch Einsamkeit nicht per se schlecht ist. Vielleicht kann man sie mit dem Alleinsein auf dieser Ebene gleichsetzen (?) Laut Wiki: „mitunter werden damit aber auch positive Aspekte in Zusammenhang gebracht, beispielsweise im Sinne einer geistigen Erholungsstrategie, die Gedanken ordnen oder Kreativität entwickeln bzw. fördern kann.“ und auch der alte Hermann hat sie auf eine Art und Weise gesehen, die dir wahrscheinlich ganz gut gefällt: „Einsamkeit ist Unabhängigkeit, ich hatte sie mir gewünscht und mir erworben in langen Jahren. Sie war kalt, o ja, sie war aber auch still, wunderbar still und groß wie der kalte stille Raum, in dem die Sterne sich drehen.“ (Hermann Hesse, Der Steppenwolf)

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Moin Nadja,

      das ist ein begriffliches Problem. Beide Zitate beziehen sich auf das, was ich Alleinsein bezeichne. Keiner hat die Hoheitsrechte auf die Korrektheit von Begriffen (auch, wenn der Duden das gerne hätte).

      Ich bezeichne Alleinseins als die Information eines sozialen Lebewesens. So wie Hunger auch die Information eines sich ernährenden Lebewesens ist. Ob dann aus dieser Herausforderung Gutes oder Schlechtes erwächst, hängt dann von weiteren Faktoren ab.

      Weil es eben natürliche Sprache ist, muss ich erstmal zwischen zwei Begriffen unterscheiden, welche im allgemeinen Sprachgebrauch nicht klar abgegrenzt sind.

      Im Resultat bin ich deiner Meinung. Wenn mich jemand fragt, was ich am Sonntag mache, sage ich oft: Ich halte meine Fresse. Das ist mir eine besonders wichtige Tätigkeit. :)

    2. at |

      Moin Moin Sascha,

      das ist wahr.

      Mir ist der Begriff auch egal (bin ja kein Geisteswissenschaftler…). Ich fand es aber interessant, dass man auch Einsamkeit, die als Begriff umgangssprachlich eher negativ besetzt ist, positiv bewerten kann. Ich bin beispielsweise aus verschiedenen Gründen viel und gern allein, denke aber hin und wieder, dass ich einsam bin und finde das dann unangenehm.

      Sämtliche Versuche das zu ändern scheitern, aber vielleicht reicht es ja meine Sicht auf die Dinge zu ändern. Wäre auf jeden Fall stressfreier. Ich beobachte das mal…

      Danke für die Inspiration :)

      LG Nadja

    3. Sascha Fast at |

      Ist ja logisch. Alleinsein ist Schmerz. Als soziales Lebewesen haben wir ein hohes soziales Bedürfnis. Als sich ernährende Lebewesen haben wir ein hohes Bedürfnis nach Nahrung und siehe da: In unserer Gesellschaft ist Hunger gaaaaanz gefährlich und schlimm.

      Eben genau das Verhältnis zwischen Alleinsein und Einsamkeit (wie ich die Begriffe wähle) zeigt sich in deinem Beitrag: Du bist gerne allein, aber hin und wieder findest du das schlimm und das ist das unangenehm. Manchmal ist Alleinsein angenehm und mal unangenehm. So ist auch Kälte. Mal ist eine kalte Dusche angenehm und mal unangenehm. Schmerz und Leiden sind zwei verschiedene Dinge, die lose und nicht eng gekoppelt sind.

      Ein Buddhist würde sagen: Beobachten und nicht urteilen.

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