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  1. Dominik at |

    Hi, da sind einige Miskonzeptionen und Strohmänner enthalten.

    Die Energiebilanz ist der limitierende Schritt um eine Veränderung der Körpermasse/des Gewichts herbeizuführen. Das hat nichts zwangsläufig mit der Körperkomposition zu tun, auch wenn diese im Schnitt stark korrelieren. Die Frage die unser Energiebilanz-Modell uns erklärt ist: Wie wird unser Gewicht langfristig reguliert? Wenn du die Frage abänderst auf – Wie wird der KFA reguliert müssen wir dementsprechend ein anderes Modell verwenden.

    Klar modulieren Faktoren wie NEAT, P-ratio und co wie jemand auf einen Energieüberschuss reagiert ganz massiv – die Kalorienbilanz ist eben nicht der einzige Faktor bzw. das einzig notwendige Model um den KFA zu senken. Aber das behauptet auch kein Forscher (falls du darauf anspielen willst?).

    „Ein interessanter Fall ist die Sauna. Gemäß der Kalorienbilanz nehmen wir hier sogar Energie auf. Durch schwitzen versucht der Körper wieder Energie abzugeben. Doch hier findet energetische Austausch über die Haut und nicht über die Verdauung statt“

    Nein, wir verbrauchen weniger Energie um unsere Temperatur oben zu halten (bzw. wandeln weniger um). Wir werden ja aufgewärmt. Aber wir verbrauchen auch mehr für andere regulierende Prozesse z.b. das Schwitzen. Das ist alles auf der „Output“ nicht der „Input“ Seite zu rechnen.

    In deinem Vorherigen Post führst du übrigens Studien an die sehr schwerwiegende Defizite haben (z.b. Volek, 2004 – Proteingehalt variiert, aber vor allem wurde nur REE nicht totaler Verbrauch (mit Aktivität)) gemessen. Das passt alles noch absolut in Kalorienbilanzmodell.

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    1. Sascha Fast at |
      • Der Begriff Strohmann ist hier nicht zu verwenden, weil ich mich gegen eine Position wende, dabei aber hier in keiner Debatte steckte. Darüber hinaus verzerre oder verfälsche ich keine Person, weil es von vielen genau so vertreten wird, dass die Kalorienbilanz das einzig entscheidende beim Abnehmen sei.
      • Die Energiebilanz kann kein limitierender Schritt sein. Eine Bilanz ist eine Beschreibung in Form einer Abstraktion. Genauso wenig kann die Jahresbilanz nicht der limitierende Schritt beim Unternehmenswachstum sein.
      • Die Kalorienbilanz kann sich auch nicht auf die Frage richten, wie unser Gewicht reguliert wird, weil die chemischen Verbindung im Körper unterschiedliche Energiepotentiale haben. Der Körper hat verschiedene Möglichkeiten Energie zu speichern, bezogen auf die verwendete Masse sind sie verschieden effizient. (deswegen speichert der Körper wahrscheinlich hauptsächlich Fett und nicht Kohlenhydrate. Fett hat schlicht mehr Energie pro Masse) Die klassische Kalorienbilanz kann dies nicht abbilden und ist daher auch in diesem Punkt nicht angemessen.
      • Natürlich ändere ich die Frage ab. Das ist ein wichtiger Inhalt meiner Kritik. Weil das verwendete Konzept der Frage (Gewicht) nicht dem Problem (Übergewicht) angemessen ist. Unter anderem deswegen ist auch das Modell (Kalorienbilanz) nicht angemessen. So wie du das geschrieben hast, fasst du meine Meinung zusammen. Nur sind das nicht alles gleichberechtigte Faktoren. (Siehe meinen Kritikpunkt bei Wachstumsfaktoren und Bilanz)
      • Die regulierenden Prozesse selbst können nicht auf der Outputseite stehen. Auf der Outputseite darf nur Energie stehen. Die Formen sind Wärme, Materie, mechanische Arbeit. Nur in diesen Formen kann Energie den Körper verlassen. In der Sauna nehmen wir Energie auf (Temperaturgefälle) und geben Energie in Form von Materie (Schweiß) wieder ab. Die Energie verbrauchenden Prozesse, sind eigentlich keine verbrauchenden Prozesse sondern Umwandelnde. Erst als Wärme, Materie oder Arbeit kann Energie abgegeben werden.
      • Wenn du im anderen Beitrag deine Kritik zu meiner Verwendung der Studien ausführlicher äußerst, kann ich dort auch vernünftig auf diese eingehen.

      Beste Grüße Sascha

  2. Norman at |

    Welche anderen Modelle außer der Kalorienbilanz benutzt du um körperliche Veränderungen zu steuern?

    Prinzipiell schaue ich dass meine Proteinbilanz über 1,5 Gramm / kg Magermasse liegt

    Progression, also Trainingserfolg muss statt finden

    Sichtbare Definition im Spiegel

    FM Score / KFT soll positiv in Richtung Athletik verschieben

    Central Gouvernor Modell wird beachtet

    Carbs werden an Sport gekoppelt

    Gedanken sind an den Körper und der Körper an die Gedanken gekoppelt

    und das allerwichtigste aus dem Ayurveda und Yoga Grundsätzlich sollte der Tag geprägt sein von einem Gefühl der Balance, Ruhe, Gesundheit und Wohlbefinden indem die Yamas und Niajamas angewendet werden

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Den letzten Punkt finde ich höchst interessant. Ich bin von je her ein sehr manischer Mensch. Doch je mehr ich von Paul Chek lesen und lerne (annehme), desto mehr begreife ich, dass Wissenschaftlichkeit als Rationalität überhaupt nicht im Gegensatz zu einer Wissenschaftlichkeit als Spiritualität stehen muss.

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