54 Reaktionen

  1. Katrin at |

    Ich finde die Idee eine Alternative zu Zahnpasta zu benutzen interessant, nur ist für mich eine Quelle von 1939 über „Urvölker“ gerade kein schlagendes Argument im Hinblick auf Karieserkrankungen.

    Wäre auch interessant zu wissen was du persönlich für Effekte bei der Umstellung von Zahnpasta auf Schlämmkreide festgestellt hast: gar nichts? Subjektives Wohlbefinden? Früher Zahnprobleme, jetzt nicht mehr?

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Noch ist das kein Argument. Aber Weston Price legt den Finger in die Wunde. Er hat ziemlich viel Material zu der Problematik zusammengesammelt. Deswegen würde ich den nicht einfach mit der Verweis auf das Alter abtun (zu den „Urvölkern“ gehören übrigens auch traditionell mit Roggen und Käse lebende Schweizer). Es gibt noch mehr Material zu der Häufigkeit von Karies. In der Welt der Zahnärzte finden sich genug und immer mehr, die genau dieser Meinung sind: Karies ist vor allem ein Problem der Ernährung und des Lebenswandels.

      Was ich an mir beobachten konnte:

      1. Kein Mundgeruch mehr. Ja, ich habe das in den ersten Monaten ausgiebig getestet und ständig irgendwelche Leute angehaucht. Manchmal mit Ansage, manchmal ohne. Manchmal sogar heimlich um zu gucken, ob diesen etwas unangenehm ist. (Nach der Umstellungsphase der Mondflora. Vorher wäre das einfach gemein gewesen)
      2. Bis auf einen ausgeschlagenen und einen angebrochenen Zahn hatte ich noch nie Zahnprobleme irgendwelcher Art (auch kein Zahnstein). Das liegt aber nicht in der Familie, sondern in der Ernährung. Meine Großeltern sind noch in Kirgistan und Kasachstan aufgewachsen und haben sich da (Weston Price lässt grüßen) hauptsächlich selbst versorgt. Meine Eltern sind in ihrer Pubertät nach Deutschland reimigriert. Erst da haben ihre Zahnprobleme angefangen (das Übliche).
      3. Das ist wirklich nur subjektiv und überschneidet sich mit dem ersten Punkt. Ich habe das Gefühl, dass meine Mundflora sehr viel besser ist. Mir fehlt völlig und zu jeder Zeit dieses pappige, sauere Gefühl im Mund. So wie man „Brainfog“ haben kann, habe ich genau das nicht und nie mehr im Mund.
      4. Ich würde gerne behaupten, dass mein Immunsystem auch besser geworden ist. Zwar fällt die Verbesserung auch in diese Zeit, aber ich habe sehr viele Veränderungen vorgenommen. In meiner ersten Wohnung hatte ich aufgrund eines Baufehlers massiven Schimmelbefall und hatte für ein paar Jahre ein sehr stark angeschlagenes Immunsystem. Die Kombination aus nur noch Waschen mit Wasser und Zähne putzen mit Schlämmkreide hat mir sehr geholfen, auch wenn ich nicht sagen kann, was von beidem nun schwerer wiegt (oder ob eines von beidem sogar der Hauptgrund war).
  2. Pet at |

    Aber ist Schlämmkreide denn so unproblematisch? Führt das nicht auf Dauer zu einem zu starkem Abrieb des Zahnschmelzes?

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Siehe unten.

  3. Pet at |

    Das hier habe ich in einem Medizinforum gefunden:

    „Natürliches Kalziumkarbonat: Naturkreide (Schlämmkreide): Schlämmkreide besteht aus mikroskopischen Resten der Kalkschalen von Meerurtierchen und enthält immer Spuren von Silizium- und Aluminiumoxiden, die einzelne tiefe Kratzer im Schmelz verursachen können. Deshalb wird heute nur noch das chemisch reine Kalziumkarbonat verwendet. Naturprodukte sind im Allgemeinen unrein, weshalb heute generell synthetische Produkte bevorzugt werden.“

    http://www.medizin-forum.de/phpbb/viewtopic.php?f=61&t=110106

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Ich komme leider nicht an die Dissertation heran, deswegen kann ich mir das im Detail nicht angucken. Wenn du herankommst, schick‘ mir das bitte.

      Meiner Erfahrung nach ist das völlig unproblematisch. Schlämmkreide war das Zahnputzmittel bevor es Zahnpasta gab. Die deutschen Aussiedler in Russland haben sich damals ebenfalls mit diversen Naturprodukten beholfen.

      Notwendig für die tiefen Kratzer ist, dass die Partikel, die eine größere Härte als der Zahnschmelz haben, eine gewisse Größe haben. Wenn die Kreide wirklich fein gemahlen ist, sollte das nicht gegeben sein. Auch bei meiner damaligen Recherche habe ich keine negativen Berichte darüber gefunden. Zahnärzte raten auch vom Zähneputzen mit Salz ab. Die Härte von Salz ist aber 2,5 auf der Moh-Skala, während der Zahnschmelz auf eine stattliche 5-6 kommt. Bei Hunden ist die Schlämmkreide gängiges Mittel der Zahnhygiene.

      So ergibt sich für mich das Bild, dass theoretische Bedenken gegenüber einer über lange Zeit unproblematisch durchgeführten Praxis stehen.

      Ich pflege deine Bedenken oben ein. Schließlich soll ein jeder selbst entscheiden.

    2. Sascha Fast at |

      Ich habe gerade die Dissertation durchgelesen. Das Zitat steht als Behauptung ohne Beleg. Weiter heißt es:

      „Es ist bis heute nicht geklärt, wie abrasiv eine Zahnpasta sein muss, um bei minimaler Schädigung der Zahnhartsubstanzen eine maximale Plaqueentfernung zu erzielen. Insgesamt scheint eine hohe Abrasivität von Zahnpasten kein Risiko für die Zähne darzustellen, wenn die richtige Putztechnik entsprechend schonend umgesetzt wird (BAEHNI, KÖNIG, und SAXER, 1992).“

      Das spricht wiederum für die Verträglichkeit von Schlämmkreide und dafür nicht wie ein Berserker zu versuchen gleich alles, was im Mund ist wegzuputzen. :)

  4. Martin at |

    Sicher kann man da bei allen kosmetischen Produkten weiter machen… Cremes, Deo, Shampoo, Körperlotion.

    Meine Mutter hat mal eine Zeit lang Olivenöl als Ersatz für Körperlotion genutzt, das geht wohl dossiert sicher auch fürs Gesicht.

    Was ist mit Seife und Shampoo?

    Gruß, Martin!

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Richtig. Siehe dazu meine Antwort auf Janosch. Ich benutze zum Waschen nur Wasser. Für Frauen ist es wohl aus zweierlei Gründen schwerer:

      1. Soziale Konditionierung mit den Pflegeprodukten (Nahezu jede Frau, die sich gut ernährt hat mir davon erzählt, dass es ihrer Haut ohne Pflegeprodukte besser geht)
      2. Lange Haare

      In den Paleogruppen der Internetwelt suchen alle auch nach einem Ersatz für Shampoo. Wenn ich da fündig werde, berichte ich.

    2. at |

      Ich habe auch nach der Rasur oder in trockenen Winter nach dem Duschen Olivenöl benutzt. Öl zieht besser bei noch leicht feuchter Haut ein. Kokosfett wäre auch eine Alternative, wenn man sich das eh schon in den Kaffee oder Tee haut :)

      Ohne Duschgel und Deo habe ich auch keine Probleme. So lange ich ordentlich esse. Wenn es Sonntags mal Sußigkeiten oder früher gar Getreideprodukte gab, hat sich der Körpergeruch ziemlich übel umgestellt.

      „Hygieneartikel“ sind für eine typisch westliche Ernährung gute Kompensate. Mit guter Ernährung kann man auf viele vermeintliche Zivilisationstools zur Hygiene aber problemlos verzichten.

  5. Janosch at |

    Großes Problem ist Deodorant, alle Sachen die ich bis jetzt getestet habe waren nicht wirklich tauglich.

    Einzige Lösung ist hier wohl öfter zu waschen, wo wir auch schon beim nächsten Problem sind. Duschgel und Shampoo.

    Ich verwende momentan eigentlich nur Olivenölseife und so wenig Shampoo wie möglich.

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Wenn du dich irgendwie Paleo ernährst (oder nach Weston Price), dann würde ich mal das Experiment wagen und alles wegzulassen. Ich benutze nur noch Wasser zum Waschen. Normalerweise heißt das für mich, dass ich mich zwei Mal pro Tag Dusche. Aber ich rieche auch nach einem langen Arbeitstag nicht nach Schweiß. Die richtige Ernährung (und Sport) müssen aber vorher kommen. Wenn ich Sonntag (Cheat Day) unsauber gegessen habe, verändert sich prompt mein Körpergeruch. Das dauert dann je nach Essen bis Montag Mittags/Abend.

      Am leichtesten ist es wahrscheinlich für einen Mann mit sehr kurzen Haaren alles wegzulassen. Dann muss man auch nicht durch eine Phase sozialer Sanktionierung. :) Überraschender Weise ändert das Stutzen (rasieren würde ich nicht) der Achselhaare kaum etwas, wenn du einmal angepasst bist. Am Anfang kann es die Oberfläche zur Geruchsverbreitung etwas verkleinern.

  6. Katrin at |

    Ich würde das gar nicht bis wenige Auftreten von Karies eher auf wenig verfügbare (industrielle) Zuckerprodukte zurückschließen und nicht auf das Produkt der Zahnreinigung.

    Von daher finde ich deine persönlichen Erfahrungen hilfreicher, zu mal dir aber wahrscheinlich auch zugutekommt, dass du eher selten Süßkram isst.

    Und was das Shampoo für Frauen anbelangt: ein erster Schritt ist Silikon-freies Shampoo, sowie möglichst wenig „Pflege“produkte.

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Ich glaube, wir missverstehen uns. Auch ich führe das wenige Auftreten von Karies auf die Ernährung zurück. Allerdings geht es dabei wahrscheinlich um die Erosion, die durch die Säuren entstehen und entsprechend den Zahnschmelz empfindlicher machen. Das heißt, dass es nicht um Zucker geht. In Thailand haben viele wegen des hohen Konsums von sauren Früchten (Ananas) erhebliche Probleme mit ihren Zähnen. (Anekdote einer Thailänderin)

      Der Clou ist meiner Meinung nach vor allem, dass Zahnpasta eigentlich ein Problem nachträglich lösen soll, dass gar nicht erst entstehen muss. Wichtig ist, dass man es hier mit zwei Einflussgrößen hat. Die akute Belastung durch schlechtes Essen und der Zahnaufbau, der von der Versorgung im Kindesalter zu tun hat.

      Das mit den Süßigkeiten ist richtig, gilt aber nur für die letzte Zeit. Ich habe noch bis vor einigen Jahren Süßigkeiten in Mengen gegessen, die viele mit den Ohren schlackern lassen (1kg Schokolade am Tag war normal).

    2. at |

      Ich habe relativ empfindliche Zähne und merke an Sonntagen mit viel Süßigkeiten vor allem dann etwas, wenn ich wenig trinke: Belag bildet sich schnell, ich habe ein pappiges Gefühl im Mund, und zum Nachmittag hin nervt es an früher vorgeschädigten Zähnen spürbar.

      Die Lösung für das Problem der Thailänder und Co. wäre laut Zahnärzten auch schlicht mehr Wasser zu trinken und den Mund damit zu spülen. Wenn die das nicht machen, reiben die sich ihre Backenzähne glatt, und zwar wörtlich: ganz ohne Profil.

  7. at |

    Hallo, ich habe mittlerweile auch angefangen meine Zähne mit Schlämmkreide zu putzen, ich mische sie allerdings mit etwas Kokosöl und ein paar Tropfen äth. Ölen. Die Beobachtung mit dem Körpergeruch (wir essen Primal) konnte ich auch beobachten. Der Geruch hat sich total verändert. Ich selbst dusche meist ohne Seife oder Duschgel, nur mit Wasser. Nur wenn ich sehr geschwitzt habe, benutze ich manchmal selbstgesiedete Naturseife. Als Deo benutzen wir eine Mischung aus Ölen, Natron und Zinkoxid. Wenn es riechen soll, gebe ich noch äth. Öle oder selbstgemachte Ölauszüge (z.B. Vanille in Jojobaöl) dazu. Als Cremeersatz (den ich wahrscheinlich gar nicht bräuchte, aber Frau ist ja eitel ;-) ) verwende ich gelegentlich eine Sheasahne aus verschiedenen Bio-Ölen oder pures Bio-Kokosöl. Als „Gift“ oder zumindest schädlich für den Körper sehe ich zudem auch Plastik an. Gerade fetthaltige Lebensmittel versuchen wir daher ohne Plastikverpackung zu kaufen, was leider nicht immer so einfach ist. Auch haben wir versucht unseren Haushalt zu „entplastiken“ – den Film Plastic Planet kann ich hierzu empfehlen.

    Achso als Shampoo benutze ich bei meinen mittellangen Haaren eine 1:1 Mischung aus Natron und Wascherde von Logona. Da ich schuppige Kopfhaut habe und früher noch am selben Abend Probleme mit juckender Kopfhaut bekommen habe, mische ich jetzt immer 3 Tropfen äth. Lavendelöl und 2 Tr. äth. Teebaumöl in mein „Shampoo“. Fürs Waschen nehme ich 2-3 EL der Natron-Mischung und gebe die doppelte Menge Wasser darauf + Öle. Das ganze anquellen lassen und erst umrühren, wenn es breiig geworden ist. Die Masse packe ich auf meinen Kopf, da ich ja dort geschwitzt habe und nicht an den Haarspitzen. Die werden dann beim Auswaschen mit sauber. Man kann es einreiben, ich würde es aber nicht zu stark einmassieren, da es zum einen sowieso nicht schäumt, zum anderen bei empfindlicher Kopfhaut die Wascherde die Kopfhaut aufrubbeln kann (und das brennt). Bei langen Haaren kann man mit einer Rinse aus 1 Liter Wasser + 1 EL Apfelessig nachspülen und nicht auswaschen. Der Geruch verfliegt nach dem Trocknen. Dadurch lassen sich die Haare auch besser kämmen. Für trockene Haarspitzen eignen sich div. flüssige Öle ganz gut.

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Hallo Nadine,

      das mit dem Plastik kommt bei mir witziger Weise schlicht aus dem Gefühl. Plastik fühlt sich für mich in nahezu 100% der Fälle irgendwie scheiße an. Ist vielleicht auch Anerzogen, weil mein Vater Schlossermeister war und deswegen viel selbstgemacht und immer dann immer aus Edelstahl war.

      Danke für deinen Beitrag zum Waschen. Das steht bei mir auf der Liste. Das gehört ja konsequenter Weise dazu, wenn man sich schon die Zähne mit Schlämmkreide putzt.

      Beste Grüße Sascha

  8. Gabriela at |

    Ich wasche mir seit Jahren die Haare mit Lavaerde. Davon hatte ich mal 2 Kilo bestellt, daher hält das immer noch. Man gibt die Krümel kurz vor dem Haarewaschen in eine Schüssel, so dass sie mit Wasser bedeckt sind. Dann gibt man die Paste, die nicht umgerührt werden darf, auf die Kopfhaut. Massieren ist nicht nötig, aber es bedurfte anfangs etwas der Übung, bis genug Paste wirklich auf der Kopfhaut gelandet war. Nach 1-2 Minuten ausspülen.

    Diese Erde zieht alle Schmutzstoffe aus der Kopfhaut, weil es so saugfähig ist. Die Haare sind hinterher sehr weich und ich habe den Eindruck, dass ich mir nicht so oft die Haare waschen muss, nur einmal pro Woche. Bin allerdings auch schon älter ;-). Liebe Grüß!

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Hallo Gabriela,

      danke für deinen Kommentar. Das Haare waschen ist ja immer so eine Herausforderung – vor allem für Frauen mit den langen Haaren. Vielleicht kann ich bald noch mehr Erfahrungen wie deine zusammentragen. (Mit eigenen kann ich leider nicht dienen)

      Beste Grüße Sascha

  9. Anna Werner at |

    Hallo Allerseits,

    schaut euch mal zu dem Thema die Videos von Dr. Match an (Die Bombe unter der Axelhöhle bei Youtube) Er rät von künstlich hergestellter Schlämmkreide übrigens ab!

    Nur die naturbelassene Schlämmkreide ist gesund, warum erklärt er in einem seiner Interviews.

    Weil es aber die naturreine nicht mehr zu kaufen gibt (warum wohl!! Es geht schließlich um ein Milliardengeschäft) benutze ich Natursole abwechselnd mit Zylit (Birkenzucker, super für die Zähne, weil die Mundbakterien ihn nicht spalten können, d.h. Karies adè :-)

    Zu den langen Haaren: Ich habe über-Schulter-langes Haar und wasche es mit Olivenöl-Seife. Inhaltsstoffe: Olivenöl, Wasser und pflanzliches Glycerin -das war’s.

    Körperpflege mit Sheabutter oder Olivenöl.

    Ich kann nur jedem dazu raten die Chemikalien aus seiner Umgebung zu entfernen:

    Das wir eine verschmutzte Luft einatmen, das lässt sich nicht so leicht ändern, ABER die Chemie, die wir zuhause durch Putzmittel einatmen oder durch die Kosmetika direkt auf unsere Haut bringen oder die Lebensmittel, die wir essen … -DAS können wir selbst bestimmen!

    Und wenn man überlegt, dass Aluminium mit Demenz und Alzheimer in Verbindung gebracht wird, künstliches Glycerin der Haut Feuchtigkeit entzieht statt sie mit ihr zu versorgen und Fluor durch seine härtende Eigenschaft für Schwerhörigkeit sorgt (laut Dr. Mauch) dann sollte man sich über Alternativen schon ein wenig Gedanken machen, finde ich.

    Aber das entscheidet jeder für sich selbst.

    Viel Erfolg euch allen und herzliche Grüße, Anna

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Hallo Anna,

      ich bin dem Mauch sehr skeptisch gegenüber. Viel, was er sagt, scheint mir nicht sehr gut begründet zu sein. Sein Buch habe ich gelesen und obwohl ich eine ähnliche Grundhaltung wie der gute Mauch habe, prüfe ich jede seiner Aussagen, die teilweise schon sehr stark sind und dann ohne gute Begründung bleiben, sehr sorgfältig nach.

      Danke für deine Haarwaschtipps.

      Was die Chemikalien angeht, bin ich völlig deiner Meinung.

      Beste Grüße Sascha

  10. Anna Werner at |

    Lieber Sascha,

    da stimme ich dir zu, eine gesunde Skepsis ist immer angebracht. Ich finde aber es ist Dr. Mauch anzumerken, woher seine Motivation kommt, sein Wunsch den Menschen wirklich zu helfen. Ich nehme seine Kernaussagen, überprüfe sie und suche mir meine eigenen Alternativen. Ich bin zwar kein Arzt, habe aber dafür meine Intuition die mir bei meinen Recherchen sehr weiterhilft… :-)

    Was ich euch auch empfehlen kann ist die Entgiftung mir Microalgen. Spirulina und Chlorella. Aus eigener Erfahrung kann ich ihre Wirkung nur bestätigen.

    Es freut mich wenn ich mit meinen Erfahrungen weiterhelfen darf.

    Liebe Grüße :-)

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      In Bezug auf die Person Mauch bin ich völlig deiner Meinung. :)

  11. Erwin at |

    Hallo Sascha,

    hier noch ein Hinweis, den ich hier nicht gesehen (oder übersehen?) habe: Zahnpasta enthält oft Triclosan, um den Mundraum zu desinfizieren. Dieses ist außerdem in manchen Deos und anderen Kosmetikartikeln oder Alltagsprodukten enthalten. Triclosan hat aber neben der bakteriostatischen Wirkung eine ganz andere: Es führt (zumindest bei Tierversuchen) zu einer Muskelschwächung, da Kalziumionenkanäle der quergestreiften Muskulatur blockiert werden. Das der Effekt beim Menschen derselbe ist, gilt als sehr wahrscheinlich.

    Hier eine wissenschaftliche Referenz: Gennady Cherednichenko et al., 2013: Triclosan impairs excitation–contraction coupling and Ca2+ dynamics in striated muscle. (http://www.pnas.org/content/early/2012/08/08/1211314109)

    Und hier eine gute Zusammenfassung: http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/triclosan-desinfektionsmittel-koennte-muskel-schaedigen-a-849943.html

    Außerdem noch ein paar Gefahrenhinweise und so zu dem Zeug: http://gestis.itrust.de/nxt/gateway.dll/gestis_de/490400.xml?f=templates$fn=print.htm#1100 http://gestis.itrust.de/nxt/gateway.dll/gestis_de/490400.xml?f=templates$fn=default.htm$3.0

    Ein Tipp an Tour de France Teilnehmer: Statt zu dopen, einfach mal ein paar Tage nicht die Zähne putzen oder es so machen, wie Sascha ;)

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Danke für den Kommentar, Erwin.

    2. Erwin at |

      EDIT: Ich meinte bei der Referenz des Papers natürlcih 2012, habe zufällig 2013 hingeschrieben.

  12. aalbaer at |

    So, auch mal Schlämmkreide gekauft und eben das erste mal probiert. Erster Eindruck – sehr positiv. Ich mag dieses abartige künstliche Frischegefühl von Zahnpasta nicht. Nach dem Putzen eben schmeckt der „Mund“ sehr neutral – angenehm. Ich bin gespannt wie sich das weiter entwickelt.

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Da sind wir schon mal zu zweit. Ich habe dieses Gefühl nach dem Zähneputzen immer schon gehasst. Jetzt ist der Mund einfach sauber ohne irgendeinen Künstlichkeit.

      Ich bin gespannt auf deinen Bericht. Nimmst du Schlämmkreide pur oder auch Xylit als Antikariogen?

  13. aalbaer at |
  14. Christine at |

    Ich benutze seit wenigen Tagen Sante dental med Zahncreme Myrrhe. Kann noch nicht viel über den Effekt sagen, außer, dass die Zähne beim Putzen „quietschen“. Sie ist ohne Fluorid und ohne Menthol, mit Myrrhe, Bio-Grüntee-Extrakt und Xylit. Putzkörper aus echter Kreide. Ohne synthetische Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe.

    Allerdings las ich nach dem Kauf leider, dass Glycerin enthalten ist.

    Aqua, Calcium Carbonate, Xylitol, Glycerin, Silica, Commiphora Abyssinica Resin Extract, Camelia Sinensis Leaf Extract, Aroma (Flavor), Disodium Cocyl Glutamate, Sodium Cocyl Glutamate, Hectorite, Xanthan Gum, Algin, Maris Sal, Bisabolol, CI 77891 (Titanium Dioxide)

    Meinungen zu den Inhaltsstoffen? (Mir ist eine fertige Zahnpasta einfach lieber, ja, wahrscheinlich Bequemlichkeit.)

    Reply
  15. Philipp at |

    Danke für den Anstoss! Ich werde das mal probieren. Eventuell könnte man mittels Gewürzen irgendeiner Art für etwas Geschmack sorgen.

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      @Phillip: Ich würde keinen Geschmack nehmen. Ein modernes Phänomen (und Problem) ist, dass alles (lecker) schmecken muss. So verstärkst du Hedonismus, was andere Lebensbereiche erschwert. (Deswegen mache ich auch öfter einen High Reward Fast. Jetzt lasse ich für drei Wochen die 85% Schokolade weg)

  16. at |

    Ölziehen mit Kokosöl und danach auf Süßholz rumkamen ist auch antiseptisch, mechanisch reinigend und sehr lecker.

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      @Norman: Welches Süßholz nimmst du?

  17. Anna at |

    Hi Sascha, was fällt für dich noch unter „high reward“? Kaffee? Internet? DVD gucken? Viele Grüße Anna

    Reply
  18. at |

    @ Sascha Wir haben hier in Kassel ein Geschäft mit Namen Kräuter-Hilde. Die hat alles mögliche und verpackt das in Papiertüten. Ich weiß nicht woher das kommt.

    Reply
  19. Sascha Fast at |

    @Anna: In den letzten Wochen habe ich eine besondere Gier nach Schokolade festgestellt. Ich esse normalerweise zwischen 1-2x25g 85%ige Schokolade. Die werde ich jetzt für drei Wochen weglassen.

    Es kommt immer darauf an, welche Art von Gier ich entwickle.

    @Norman: Mist. :) Aber danke. :D

    Reply
  20. Philipp at |

    Bei indigenen Völkern werden auch abgebrochen Zweigen von Büschen oder Bäumen zur Zahnpflege benutzt. Ich frage mich, ob das eine Alternative oder gar eine Ergänzung (Zweig plus Schlämmkreide) sein könnte … ?

    Ich habe noch mit einem Bekannten, der Zahnarzt ist, gesprochen und er meinte, dass abgesehen vom präventiven Effekt des Fluorids das Putzen mit Kreide oder irgendetwas anderem sehr gut funktioniert. Es könnte wegen dem Aufrauen der Oberfläche eventuell zu Verfärbungen (aus der Nahrung) führen.

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      @Phillip: Bisher habe ich nichts in der Literatur zum Thema Aufrauen/Abrasion gefunden. In der Diss steht auch nur, dass es vor allem auf die Putztechnik ankommt.

  21. d. at |

    Hallo Sascha,

    erstmal Kompliment für deine wahnsinnig gut durchdachten und informativen Blogposts! Auch super, was für ein angenehmer Meinungsaustausch in den Kommentaren abläuft!

    Habe deinen Blog heute erst entdeckt, deswegen kommt mein Kommentar erst so spät, ich hoffe er interressiert dennoch :-/

    Also hier so kurz wie möglich die Erfahrungen von mir (Mitte… naja ok Ende Zwanzig und weiblich):

    Duschgel ist ja bei dem riesigen Angebot an tollen Bio-Seifen sehr einfach zu ersetzen. Aber sag mal, hast du gar keine Hautprobleme bei zweimal am Tag duschen? Kenne die alte Binsenweisheit, dass zu oft Duschen die Haut austrocknen soll…

    Zum Haare waschen kann ich wie schon genannt die Wascherde / Lavaerde von Logona empfehlen. Tut den Haare spürbar gut und ist meines Wissens absolut natürlich. Keine Ahnung warum, aber meine Haare vertragen auch gar nichts anderes mehr.

    Als Deo mag ich die Wolkenseifen Deocremes sehr gerne. Ich bin mir da bezügl. der Inhaltsstoffe nicht sicher, ob alles 100%ig perfekt ist, aber ich vermute, es ist deutlich besser als konventionelle Produkte. Vor allem natürlich kein Aluminium. Deswegen beeinflusst es die Schweißmenge nicht, aber man riecht selbst nach einem langen, schweißtreibenden Tag nicht. Das hat bei mir so kein anderes Deo geschafft.

    Mit der Zahnpasta hast du mich jetzt auf den nächsten Bereich gebracht, wo ich mal rumprobieren werde… Nutzt du noch normale Zahnbürsten? Hab neulich gelesen, das ?Bambus?Zahnbürsten gut sein sollen, komplett natürlich abbaubar und sehen aus wie normale…

    Gruß, d.

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Hi d.,

      danke für die netten Worte. Und noch viel mehr für die reichhaltigen Anregungen.

      Meine Haut ist ohnehin eher fettig, aber ich dusche nur mit Wasser. Das schon die Haut doch recht gut.

      Ich benutze noch normale Zahnbürsten. Zahnbürsten ohne Plastik sind auch mal eine Überlegung wert. Ich schreibe mir das mal auf.

      Viele Grüße
      Sascha

  22. Wilfried at |

    Hallo, seit ewigen Zeiten hatte ich Probleme mit einer belegten Zunge und habe es nicht in den Griff bekommen. Ich benutze nun seit einigen Monaten die Fischar Schlämmkreide und das Problem ist verschwunden, was mich sehr freut. Auch musste ich bislang alle halbe Jahre wegen Zahnbelag zur professionellen Zahnreinigung. Ich habe das Gefühl, dass sich auch kein Zahnbelag mehr bildet. Die Zähne sind blitzeblank und ich habe ein gutes Mundgefühl. Ich denke, die Mundflora ist jetzt so wie sie sein sollte. Viele Grüße Wilfried

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Moin Wilfried,

      danke für deinen Erfahrungsbericht.

      Viele Grüße Sascha

  23. Felix at |

    Danke für die schöne Zusammenfassung; ich entdecke sie erst jetzt. Hast du bzgl. Schlämmkreide zur Zahnpflege der Langzeitwirkung irgendetwas hinzuzufügen? Der Miswak hatte mich damals nicht überzeugt. Was lange Haare gegen Shampoolosigkeit angeht: Meine Freundin hatte es mehrfach versucht und war auch unzufrieden. Sie hat dann einfach ihre Haare sehr kurz geschnitten, ab da ohne Shampoo gelebt und ist mit den Haaren in die Shampoolosigkeit hineingewachsen. Ein Reboot sozusagen. Hat probemlos funktioniert und sie würde es jederzeit wieder tun. Die Kosten für Shampoo sind dabei der geringste (und dennoch beachtlicher) Faktor.

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Moin Felix,

      eigentlich nicht. Ich habe nochmal geguckt und Schlämmkreide ist recht weich, sodass rein von der Abrasivität her, Schlämmkreide gegenüber vielen Zahnpasten recht gut dasteht. (Wenn ich es so recht überlege, dann scheinen mir die extra-weiß-machenden Zahnpasten, ihre Wirkung darüber zu entfalten, dass sie die einfache die oberste und verfärbte Schicht abschmirgeln)

      Ich selbst benutze seit 2011 (?) oder eher noch früher Schlämmkreide. Nach wie vor habe ich keinerlei Probleme mit den Zähnen gehabt. Keine Löcher, kein Zahnstein, kein gar nichts.

      Wenn ich heute darüber nachdenke, dann fällt mir eigentlich kein Grund für Zahnpasta gegen andere Alternativen außer vielleicht einer Kieselsteinmundspülung ein. Warum sollte man einem großen Konzern mehr vertrauen als der Schlämmkreide? Dieses Vertrauen ist es ja eigentlich, welches man begründen muss.

  24. Sascha Fast at |

    Moin Muhamed,

    ich habe zumindest keine gefunden. Allerdings hat Schlämmkreide eine recht geringe Härte und Abrasivität. Da ist man mit Dr. Best schlimmer dran.

    Ich denke nicht, dass man Schlämmkreide mit Fluorid kombinieren sollte. Ich vertraue darauf, dass unsere Zähne, welche sich seit Jahrmillionen entwickelt haben, ohne irgendwelche Ergänzungen auskommen – eine gute Ernährung vorausgesetzt.

    Allerdings ist das eine theoretisch abgeleitete Meinung und keine empirisch geprüfte.

    Viele Grüße Sascha

    Reply
  25. Felix at |

    Noch eine Nachfrage zum Artikel, die, wie ich finde, hier gut hinpasst: Du schreibst mehrfach von der richtigen Putztechnik. Wie sieht die aus? So, wie die Zahnärzte das empfehlen, kreisende Bewegungen etc? Ich nutze die Schlämmkreide nun seit einiger Zeit und bin sehr zufrieden damit und würde sagen, dass das Gefühl der Sauberkeit insgesamt erheblich besser ist als mit herkömmicher Zahncreme. Möglicherweise gehe ich aber etwas zu wild mit den Zähnen um.

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Mechanisch gesehen sollten so rüttelnde Bewegungen am schonendsten sein, aber ich glaube, dass es da nicht tatsächlich Forschung um Bereich gibt. Eine einfache Heuristik ist, dass man möglichst wenig Arbeit aufwenden soll. Mit Schlämmkreide brauche ich vielleicht 1min, bis meine Zähne sich glatt anfühlen, wenn ich bewusst putze. Wenn ich dabei in Gedanken bin, kann ich auch drei Minuten schrubben, ohne ein gründliches Ergebnis zu haben. Von dem Standpunkt aus betrachtet, ist wohl Systematizität das Wichtige.

  26. Dominique-Nicolas Broser at |

    Heyho,

    Ersteinmal danke, dass du mich auf die Schlämmkreide gebracht hast. In Kombination mit einer Elektrozahnbürste kann ich jetzt auch den betroffenen Zahn (ist sehr schlecht erreichbar und schepp) vernünftig reinigen. Ging vorher nicht und deshalb habe ich da Karies bekommen. Wäre ohne deinen Artikel nicht auf die Idee gekommen, dass nur mit Wasser zu putzen vielleicht zu hoch gepokert ist (auch mit guter Ernährung) und hätte vielleicht noch mehr Probleme bekommen.

    Was ist deine Meinung dazu, ob man noch irgendwas retten kann, wenn man eine beginnende Karies hat ? Kann sich der Zahn regenerieren, wenn ich die Ursache (unpassende Zahnpflege) beseitigt habe ? Oder muss gebohrt werden ? Meine Zahnärztin ist natürlich darauf aus mir das zu bohren.

    Ich frage, weil du Karies nicht auf die übliche Ursache Zucker zurückführst, sondern auf Säuren ?

    Sind milchsaures Gemüse, Obst, weißer Reis, Kartoffeln und Fett kariogen ? Die könnte ich noch reduzieren. Ansonsten ernähre ich mich bereits vor der Karies ~ nach Paleo bzw. WAPF

    Ich glaube ja irgendwie, dass Fasten (für das Mikrobiom) und mehr Rohkost, noch helfen könnten.

    Viele Grüße

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Moin Dominique,

      dazu kann ich dir leider nichts sagen. Mein eigener Zahn hat einige Risse regeneriert, die er nach einem Fahrradunfall abgekommen hat. Und Schlämmkreide reicht gewöhnlich hin, um bei einer paleo-esquen Ernährung hinreichend zu reinigen. Alles, was darüber hinausgeht, ist außerhalb meines Horizonts. :)

      Viele Grüße Sascha

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  1. at |

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