8 Reaktionen

  1. at |

    Mal wieder ein anregender Artikel! :)

    Ich war für 14 Tage weg vom Mac, sehr viel Yoga und öko Ernährung mit vielen Klimmzügen, bischen Laufen und Liegestütz und Metcon. Interessante Erfahrung den Kaffee von viel auf Null zu fahren :)

    Was sind deine (nächsten) Ziele in Gesundheit und Leistung?

    Gesund und fit bei für mich optimaler Leistung im Mai bei dem ersten wichtigen Wettkampf am Start stehen

    Hast du konkrete Ziele oder sind diese eher ungenau?

    10% Körperfett oder etwas weniger und eine Laufzeit bei dem Halbmarathon von 1:27 oder etwas schneller

    Überlege dir, wie du den Weg zum Ziel mit Meilensteinen bestücken kannst, damit du dir versichern kannst, nicht von deinem Weg abgekommen zu sein.

    Das ist geregelt :)

    Mir hilft es sehr wenn im Rahmen des Prozesses genügend Luft für individuelles ist. So muss der Plan an den tagesablauf anpassbar sein, an andere Bedürfnisse. Und es hilft mir auch zu wissen: Oh Gott, am Sonntag ist eine sehr anspruchsvolle Einheit … ich eigentlich hat jetzt die aktive Regeneration Priorität und keine Ausbelastung. Bzw. andersrum: Okay, das ist eine Schlüsseleinheit – jetzt zählt es!

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  2. at |

    Spannend fand ich einige Gedanken zu dem Marshmallowexperiment: Es zeigt nicht einfach nur, ob die Kinder zum Belohnungsaufschub in der Lage sind. Sondern es gibt zugleich Einblicke in ihre Erfahrungen: Wartet ein Kind auf die Belohnung, dann geht es auch davon aus, sie zu bekommen. Wer den Marshmallow sofort isst, könnte deswegen auch einfach nicht gnügend Vertrauen in das Versprechen haben. Leider weiß ich nicht mehr, wo ich diese Gedanken gelesen habe. Ich empfand das als wichtigen Einwand zum Experiment. Diejenigen Kinder, die den Marshmallow sofort essen, sind demnach nicht unbedingt unfähig zum Belohnungsaufschub, zur Weitsicht oder Planung. Sie könnten einfach nur so gehandelt haben, weil sie in der Vergangenheit enttäuscht wurden. Insofern könnte ihr Handeln dem der wartenden Kinder durchaus überlegen sein – je nach Kontext.

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    1. Sascha Fast at |

      Mist. Auf diesen Einwand bin ich nicht gekommen. Danke dafür.

      Johannes hat deinen Einwand halb aus dem Weg geräumt. Der Marshmallow-Test ist ein guter Prediktor, weshalb ich die Ergebnisse erstmal hingenommen habe. Allerdings kann man sofort einwenden, dass es vielleicht das Vertrauen (Zeichen für Urvertrauen bei Kindern?) die vermittelnde Kausalität ist.

  3. Johannes at |

    Das sind spannende methodische Probleme des Marshmallow-Tests.

    Das Marshmallow-Test ist tatsächlich – in vieler Hinsicht – sehr kontextabhängig zu betrachten. Eine Dozentin von mir hat eine Studie durchgeführt, in der ein Kulturvergleich im Marshmallow-Test stattfand. Es wurden Kinder aus der deutschen Mittelschicht mit Nso-Kindern verglichen. (Die Nso sind ein Volk in Kamerun.) Dabei stellte sich heraus, dass Nso-Kinder gar kein Problem hatten, auf den zweiten Marshmallow zu warten – sie sind sogar teilweise beim Test eingeschlafen. (Davon habe ich in der Vorlesung Videos gesehen.) Trotzdem lässt mit dem Marshmallow-Test in diesen Kulturkreisen keine gute Prognose über den Lebensverlauf machen. Und das ist ja der Grund, warum der Test in westlichen Kulturen so gefeiert wird: Er ist in den USA ein besserer Prädiktor für den Lebenserfolg als der IQ.

    (Leider kann ich das Paper nicht zur Verfügung stellen, da es nicht veröffentlicht wurde.

    Lamm, B. & Keller, H. (2015). Self-regulation across cultures: Cameroonian Nso and German middle-class children’s behavior in the Marshmallow test.)

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    1. Sascha Fast at |

      Siehe meine Antwort auf Felix. Die vermittelnde Variable könnte Vertrauen (oder gar Urvertrauen) sein.

      EDIT: Was für ein Quark. Es könnte auch beides sein. :)

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