19 Reaktionen

  1. at |

    Ich habe das Zeug noch nie getrunken (und hatte es auch nicht vor). In einer Cocktailbar hatte ich vor einigen Jahren ein traumatisches Erlebnis mit etwas ähnlichem: „hot buttered rum“ – also im Prinzip eine Tasse geschmolzene Butter mit einem Schuss Rum. Selten in meinem Leben war mir mehr nach k**** zumute.

    Beim Thema Ernährung wird gerne mit dem Konzept der „leeren Kalorien“ argumentiert. An mir selbst merke ich, dass die Idee von den „leeren Kalorien“ irgendwie ins leere läuft. Das Konzept „Opportunitätskosten“ gefällt meinem Gehirn besser. Wenn eine Entscheidung zu treffen ist, gibt es immer mindestens zwei Optionen. Wenn man sich nicht für die beste Option entscheidet, macht man in gewisser Weise einen Fehler. Eine große Menge Kalorien in Form eines Makronährstoffes zu sich zu nehmen ist dann ein solcher Fehler, wenn man die gleiche Menge Kalorien auch zusammen mit zusätzlichen Nährstoffen hätte aufnehmen können.

    Bei den Opportunitätskosten wird (für mich jedenfalls) besser deutlich, dass man einen Fehler macht, der nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. „Leere Kalorien“ hingegen impliziert irgendwie, dass man den „vergessenen Inhalt“ ja später noch zu sich nehmen könnte, der Fehler also noch korrigiert werden kann. Also alles halb so wild.

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    1. Sascha Fast at |

      Moin Jan,

      ich rechne genauso wie du. Zur Didaktik habe ich diesen Begriff benutzt, weil er geläufiger ist. Aber gut, dass du mich daran erinnerst, ihn im Buch zu erklären.

      Deine letztere Interpretation muss ich mal überlegen. Klingt plausibel. Wenn diese Assoziation von vielen geteilt wird, muss ich den Begriff ändern.

  2. neolchf at |

    Hallo Sascha, wie ich gelesenhabe, hast du noch nie einen BPC getrunken. Na gut, jedem das Seine. 1. keiner von den Leuten, die LC oder LCHF machen, trinken einen BPC mit 50 g Butter (habe ich noch nie gehört, geschweige denn erlebt oder gesehen), immer nur eine Mischung aus einem (wie du auch erwähnt hast) Spritzer MC-Öl, 10/20 g Sahne und 10/20 g Butter und schäumt alles auf. Da sieht dann der gesundheitliche Aspekt doch etwas anders aus.

    1. Wenn du schon solche Artikel schreibst, dann bitte achte doch auf Rechtschreibfehler: der gute Mann, der angeblich den BPC erfunden hat, heipt Dave Asprey und nicht Aspery und es sind keine mittelbettigen Fettsäuren, sondern mittelkettige Fettsäuren. Wenn du recherchierst, dann bitte auch mit Sorgfalt, sonst wird es unglaubwürdig.

    2. Die Tibeter erfanden den Yak-Tee: Tee mit Yak-Milch, die sehr sehr ! fettig ist, weil die Tibeter nichts aßen, wenn sie die Bergsteiger begleiteten, um sich mit vollgeschlagenem Bauch nicht zu belasten, da sie sehr schwer tragen mussten und es immer noch tun.

    Ansonsten gehe ich davon aus, dass du wohl jetzt auch auf dieser Welle mit schwimmen möchtest, viel Erfolg dir. Vllt bekommst du noch andere Ansichten, denn du diskutierst gerne, wie du in diesem Blog bekannt gibst. Viele Grüße und immer schön zu allen Seiten offen bleiben.

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    1. Sascha Fast at |

      Hallo neolchf,

      lies dir die Kommentarregeln noch einmal durch. Dein Beitrag (der letzte Absatz) kratzt an der Grenze des respektvollen Umgangs. Änderst du deinen Stil nicht, wird deine IP gesperrt.

      1. Das hast du sicherlich nicht gelesen, denn ich habe eine ganze Weile sowohl BPC als auch die Tee-Variante getrunken.
      2. Ich habe nicht wenige Berichte darüber gelesen, dass die entsprechende Menge reinkommt. Die Originalanleitung spricht von 1-2 Esslöffeln Butter. Ein gehäufter Esslöffel Butter sind 20-25g. So weit vom Schuss ist das nicht. Ich habe selbst verschiedene Mengen getestet.
      3. Je weniger im BPC ist, desto stärker wird das Argument, wenn der BPC eine Mahlzeit ersetzt.
      4. Von Rechtschreibfehlern auf die Gründlichkeit der Recherche zu schließen ist ungültig. Wird aber wahrscheinlich gemacht. Danke für die Fehler.

      In deinem Kommentar steckt leider kein wesentliches Gegenargument, sondern nur eine Reihe von Gegenbehauptungen. Wenn du echte Gegenargumente hast, freue ich mich auf eine Auseinandersetzung.

  3. Ludwig at |

    Hallo Sascha,

    wenn ich deinen Gedanken weiterspinne, bedeutet das doch, dass lediglich wirklich unverarbeitete Nahrungsmittel auf Dauer unserer Gesundheit zuträglich sind. Dem kann ich durchaus folgen. Bloß habe ich diese Gedanken bisher nicht auf die Fette übertragen. Streng genommen müsste man jegliches Öl oder Fett aus seiner Ernährung streichen, da jedes Öl oder Fett immer aus seinem natürlichen Kontext herausgelöst worden ist. Um sich auf dieser Basis fettreich zu ernähren, müsste man enorm viel fettes Fleisch, fetten Fisch und Eier essen, wordurch gleichzeitig der Eiweißanteil sehr hoch ausfallen würde und schnell Werte von 3 oder 4 g / kg / Tag zu Stande kommen. Dies fände ich etwas befremdlich. Trotzdem wäre der natürliche „Fettanteil“ der Nahrung des Menschen dann nach oben hin vielleicht Richtung 50 bis maximal 60% der Gesamtenergie gedeckelt. Geringere Eiweißmenge kommen nur bei einer Kohlenhydratlastigeren Ernährung zu stande, was den Fettanteil wieder verringern würde.

    Daraus würde ich folgern, dass eine sehr fettreiche oberhalb von ca. 60 % Anteil unnatürlich ist?

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    1. Sascha Fast at |

      Moin Ludwig,

      wenn du dir nur das ansiehst, was bei modernen Jägern und Sammlern praktiziert wurde, hast du Recht. Loren Cordain haben das für etwas mehr als 200 Kulturen untersucht. (genau genommen haben sie alte Daten neu evaluiert)

      • Protein : 19–35%
      • Fett : 28–58%
      • Kohlenhydrate : 22–40%

      Cordain, L., Miller, J. B., Eaton, S. B., Mann, N., Holt, S. H., & Speth, J. D. (2000). Plant-animal subsistence ratios and macronutrient energy estimations in worldwide hunter-gatherer diets. Am J Clin Nutr, 71(3), 682-92.

      Deine theoretischen Überlegungen werden diese empirische Untersuchung bestätigt.

      Die Frage für dich ist nun, was du daraus machst. Es ist auch nicht natürlich, in dem Sinne, wie du den Begriff gebrauchst, dass ich nach meinem Training Wheyprotein in Wasser gelöst trinke. Ich wage zu behaupten, dass dies zu meinem Vorteil ist, den Kontext meines Lebens vorausgesetzt.

      Butter und Olivenöl sind auf jeden Fall nicht „paleo“ im strengen Sinn.

  4. at |

    Hey,

    finde die Kritik berechtigt.

    Auch aus dem Grund, dass der Bulletproof Coffee wird als ein fester Bestandteil der Morgenroutine vermarktet. Und das bedeutet wiederum, das entsprechende Konsumenten jeden Tag Butter & Kokosöl zu sich nehmen und dies maßgeblich zu einer einseitigen Ernährung beiträgt (wenn dann quasi jede 3 Mahlzeit die Gleiche ist).

    Ebenso ist Kokosöl definitiv kein regionales & saisionales Produkt in unseren Breiten und sollte daher reduziert werden oder vl auf die Sommermonate beschränkt werden?

    Dave Asipreys MCT Brain Octaine Oil wird von John Kiefer in einem Podcast, welcher auf YouTube zu finden ist https://www.youtube.com/watch?v=UzDlDBw4dqI , sehr kritisiert. Dies soll eigentlich sehr schädlich sein und der Dave hat da nicht gut recherchieren lassen.

    Bezüglich der Menge: Wenn ich mal Butterkaffee/-tee getrunken habe, dann auch mit VIEL Butter und bisschen Kokosöl. Das waren locker 30-50 g Butter. Die Mengenangaben vom Dave Asiprey sind echt sehr sehr großzügig. Man liest hier und da auch mal, dass die Trinker sich danach entleeren musste, auf Grund der ungewohnt hohen Fettdosis.

    Hochachtungsvoll Adelbert

    Reply
  5. Stephan at |

    Wie würdest du es sehen wenn man den BPC zur überbrückung zur nächsten Mahlzeit sieht und nicht als Ersatz einer Mahlzeit. (Wenn ich das richtig verstandne habe dürfte das ja noch immer unter metabolisches Fasten fallen) Da wäre es ja auch egal bzgl. der Mikronährstoffdichte, weil ja der BPC nichts verträngt.

    Wie ich deinen Artikel durchgelesen habe ist mir als Resümee geblieben, dass „nur“ die extreme Menge Fett bzw. wenn man mit dem BPC eine Mahlzeit ersetzt schlecht ist.

    „Der Bulletproof Coffee, der kugelsichere Kaffee, ist in aller Munde.“

    Hast mich auf jeden Fall zum schmunzeln gebracht :)

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Wesentlich besser, aber dann bitte mit Sahne und nicht mit Butter. Sahne enthält nämlich intakte Milchfettglobuli.

      Egal wäre es aber nicht, weil du dadurch das Verhältnis von Mikro- zu Makronährstoff in deiner Ernährung verschlechterst. Dein Energiestoffwechsel aber auch alles andere hängt davon ab, dass du gleichzeitig Mikronährstoffe als Co-Faktoren zuführst. Wenn du nun weniger Mikronährstoff pro Kalorie zuführst, verschlechterst du die Energieumwandlung innerhalb deines Körpers. Deswegen ist eine hohe Mikronährstoffdichte so wichtig.

      Daher gilt für mich: Entweder ich esse gar nichts oder Lebensmittel mit hoher Mikronährstoffdichte. Aber ich versuche nicht den Bedarf an Mikros zu füllen und dann so viele Makros, wie es mir beliebt, zu mir zu nehmen.

      Prinzipiell, gebe ich dir aber Recht. Das größte Problem hat man, wenn man eine Mahlzeit ersetzt. Aber es ist niemals eine gute Idee Kalorien zu trinken. (Siehe die Studie mit der Angina)

      Etwas anderes ist, wenn Kaffee ein Genussmittel ist. Am Sonntag trinke ich gerne Kaffee mit viel Sahne, aber nur weil er mir schmeckt.

    2. Asmosm at |

      Hat Sahne nicht mehr Milchzucker, währe das nicht wieder kontraproduktiv? Ich habe keine Blutwerte gemessen, aber hat mir eine Art Bulletproof-Coffee (1 gestrichener EL Butter und Kokosfett in Tee) deutlich mehr Power und Wachheit gegeben.

    3. Sascha Fast at |

      Wenn er als Lückenfüller zwischen zwei Mahlzeiten dient, spielt das nur eine untergeordnete Rolle. Der Proteingehalt wäre unter diesem Aspekt her problematischer. Der ist nämlich für den hohen insulinogenen Index verantwortlich, während der glykämische Index ziemlich gering ist und die glykämische Last (1 Becher = 6-7g Carbs) auch eher gering ist.

      Dass der BPC Energie und Power gibt, habe ich auch nicht behauptet. Es geht nur um die Kosten. Der BPC wird als gesundes Frühstück vermarktet. Das ist schlicht und ergreifend falsch.

  6. at |

    Danke für den Klasse Artikel und das Aufräumen mit dem BPC-Wahn.

    Wenn ich mehr als 1 Tasse Kaffee trinke, bekomme ich häufig Herzrasen – aber nicht konsistent, daher konnte ich die Ursache noch nicht dingfest machen. Schuld könnte auch die Kombination mit Schokolade sein. Das klingt so, als würde ich das ständig essen – dem ist nicht so, es war nur während meiner Zeit in Südafrika Teil meines Berufsalltags. Meine Konsequenz ist jedenfalls, Kaffee nur noch in kleinsten Mengen zu trinken.

    Butter kommt bei mir nur in den Kohl. Frei nach dem Sprichwort: Butter macht den Kohl fett.

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    1. Sascha Fast at |

      Leider kann auf aufräumen keine Rede sein. Ich denke, dass sehr viele an ihrem BPC festhalten, weil er einem das Gefühl vermittelt besser fasten zu können. :/

  7. at |

    Hallo Sascha,

    sehr interessanter Artikel. Ich bin selbst kein Freund von BPC, habe es mal versucht, aber er hinterlässt bei mir nur einen Bärenhunger – warum auch immer. Dann lieber nichts essen und Tee trinken, das fühlt sich für mich besser an.

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Moin Nadja,

      das ist übrigens ein relativ häufiger Bericht. Viele Frauen haben seltsamerweise mehr Hunger durch den BPC.

  8. Alexander at |

    Hey, ich bin schon auf viele Sachen reingefallen. Dave Asprey ist auch nur ein Geschäftsmann, der seine Produkte verkaufen will. Er selbst gibt auch schon mal den Auftrag einfach unzutreffende Studien als Belege anzubringen nur um den Eindruck zu erwecken, es sei wissenschaftlich belegt. Er selbst schaut nicht allzu gesund aus. Kein Wunder, wenn man Leute nur betrügt und belügt muss man ein unglaubliches Stress-Level haben.

    Reply
  9. Adelbert at |

    Ach und noch ein Gegenargument: In der Original Anleitung von Dave Asiprey wird auch nicht erwähnt, dass man den Bulletproof Coffee schmauen soll schmecken + kauen und einspeicheln, so wie jedes Lebensmittel eigentlich. Sondern normal wie der übliche Kaffeetrinker ihn trinkt – einfach schlucken. Und das ist nicht vorteilhaft für die Verdauung, wobei der gute Dave ja eigentlich bekannt ist für Optimal & Maximal und das Beste. Für die Verdauung kann dies definitiv nicht das Beste sein. Zumindest empfiehlt er HCl und Verauungsenzyme auf Amazon, natürlich mit Referral-Link.

    Und selbst wenn man jeden Schluck von den 350+ ml Bulletproof Coffee kaut dann wird man wohl nach einer Woche gelbe Zähne bekommen wie ein Monsanto Kukuruz. :)

    Hochachtungsvoll Adelbert

    Reply

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