14 Reaktionen

  1. Anna at |

    kleiner Hinweis zum Feueratem: bei Bluthochdruck und bei Herzbeschwerden sollte man ihn auch nicht machen.

    Interessant fand ich den Hinweis auf die Steigerung der Wachstumshormone in dem von dir angegebenen Link auf den Poweratem – das war mir neu.

    Hilfreich finde ich immer Infos dazu, welcher Zweck mit einer Übung verfolgt wird. Meiner Meinung nach ist das in dem Video etwas zu kurz gekommen. Du hattest angesprochen, dass du den Feueratem nutzt, um bestimmte Muskeln zu trainieren. Das ist ja nur ein kleiner Teil des Effekts. Wieso sollte jemand, der sich überhaupt noch nicht mit der Atmung beschäftigt hat, diese Atemübungen machen? (Ja ich weiss, man kann wahrscheinl. einen Roman über Atmung schreiben).

    weiterführende Infos zur körperl. Wirkung des Feueratems am unteren Ende der folgenden Seite: http://www.yoga-vidya.de/de/asana/kapalabhati.html

    Ich frage mich ausserdem, in wie weit es einen Unterschied bei der Wirkung von Feuer- und Poweratem gibt.

    Hier steht z.B., dass die generell Zwerchfellatmung belastungsinduzierten oxidativen Stress reduziert (Cortisolspiegel senkt + Melatoninspiegel anhebt) – Seite mit Verweis auf Studie: http://wiki.yoga-vidya.de/Wissenschaftliche_Studien_Pranayama_(yogische_Atem%C3%BCbungen)#Zwerchfellatmung_reduziert_belastungsinduzierten_oxidativen_Stress_.28Wissenschaftliche_Studie.29

    Vielleicht gibt es keinen großen Unterschied und man könnte etwas aus Effektivitätsgründen weglassen.

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Hallo Anna,

      in dem Video ging erstmal nur um die Demonstration des „Wie“. Keine Sorge, es wird noch einige (ausführliche) Beiträge oder viele (kleine) Beiträge zum Thema „Atmung“ geben.

      Mit der Atmung habe ich mich zunächst nur in Bezug auf die Effekte auf die meditative Tiefe beschäftigt. Das Training des M. transversus abdominis ist hier nur eine kleine Randnotiz.

      Das Problem, dass ich mit vielen Texten solcher Yoga-Seiten habe, ist zweigeteilt:

      1. Sie vermischen oft Sprache. Entweder spricht man von den Chakra oder vom Körper. Das ist hier aber gut gelöst.
      2. Ungeprüfte Wissenschaft. Der Sauerstoffgehalt erhöht sich nur minimal. In Ruhe ist die Sättigung schon 97%. Da geht nicht wesentlich mehr. Das Abatmen des CO2 ist das, worum es beim O2-CO2 geht. Auch das Abatmen des CO2s führt zu einer erhöhung des PH-Werts. Usw. (Der oxidative Stress ist ein Teil des Trainingsreizes, weswegen man auch keine hohen Dosen Antioxidantien nach dem Training nehmen sollte. Die Atemübungen nach dem Training könnten den Trainingsreiz senken)

      Deswegen werde ich auch eine Weile brauchen, bis ich wirklich ausführliche Beiträge über das Atmen selbst verfassen kann. Ich will nämlich nicht die Jahrtausende alten Vermutungen der Yogis einfach so übernehmen. Ich vertraue darauf, dass die Sprache der Chakras hinreichend ist um die spirituelle Seite abzubilden. Für die körperliche Seite werde ich Wissenschaft bemühen müssen.

      Der Unterschied zwischen Power- und Feueratmung ist zumindest subjektiv sehr groß. Der Unterschied verläuft parallel zum gefühlten Unterschied zwischen Schnellkraftausdauertraining und Maximalkrafttraining. Ein wichtiger Unterschied wird sein, dass beim Kraftatmen kein größeres Abatmen von CO2 statt finden wird.

      Danke für die Erweiterung der Hinweise. Im Grunde gilt: Belastbarkeit allgemein prüfen, so wie bei jeder körperlichen Belastung.

      Danke auf jeden Fall für die Seite. Da sind jede Menge Studien verlinkt, die ich durcharbeiten werde.

      Beste Grüße
      Sascha

  2. Anna at |

    Moin Sascha,

    ok, Danke für den Hinweis mit dem Trainingsreiz. Wie lange muss man den Trainingsreiz wirken lassen? Vielleicht macht es dann spätestens vor dem Schlafengehen Sinn den Cortisolspiegel zu senken?

    Das finde ich bei dir so gut, dass du Sachen, die man „halt so macht“ auch wissenschaftl. begründest, z.B. wieso man die Fingerspitzen bei der Meditation zusammenlegt.

    Gerade weil du so wissenschaftlich schreibst, fand ich deine Aussagen, dass die Atmung einen „erden“ soll und „belebt“ etwas zu global ;-) Daher bin ich gespannt, was du noch schreiben wirst.

    Wie geht das Buch voran?

    Viele Grüße Anna

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Auf der anderen Seite könnte es sein, dass gerade der Prozess der Senkung die Verarbeitung des Trainingsreizes ausmacht. :D

      (Ich kann dir keine gute Antwort geben)

      Ich würde mir da keine Gedanken herum machen. Erfahrungsgemäß ist Meditation am nützlichsten, wenn du Übergänge hast. Das heißt:

      1. Nach dem Aufstehen
      2. Wenn du von der Arbeit nach Hause kommst
      3. Vor dem Schlafen gehen
      4. usw.

      Das Training würde demnach auch dazu gehören. Mein Gegenargument bezog sich nur auf die Begründung mit dem oxidativen Stress, nicht darauf, ob Meditation nach dem Training tatsächlich den Reiz senkt (liest sich irgendwie so, ich weiß). Mein alter Boxtrainer hat uns früher immer am Ende des Trainings angeleitet meditieren lassen (eigentlich nur Atemübungen + Vorstellung wir wären auf Teneriffa im Wasser treibend). Ich hatte stark den Eindruck, dass es die Regeneration ganz schön befördert hat.

      Ich begründe dies zunächst nicht mit dem oxidativen Stress, weil ich mir bezüglich des Zusammenhangs einfach nicht im Klaren bin. Das führt dann auch zu deinem Punkt mit der Unklarheit:

      Sprache sollte nicht maximal präzise sein sondern angemessen. „Erdung“ und „Belebung“ sind solche Beispiele. Wenn ich von psychischen Zuständen, Emotionen oder Wahrnehmung spreche, darf ich nicht wirklich präzise sein. Es ist diese Schwammigkeit der Sprache, welche die Wirksamkeit der Kommunikation über diese Dinge ausmacht. Ich will das mal am Beispiel des belletristischen Schreibens verdeutlichen:

      Wenn man einen Raum oder eine Umgebung beschreibt, sind geometrische Angaben fast immer völlig Fehl am Platz. Dass die Turnhalle X Meter lang ist und das Dach im Winkel von Y absteht, kann vielleicht für die Widerspruchsfreiheit der Handlung wichtig sein. Allerdings ist es viel sinnvoller von dem muffigen Schweißgeruch der Klettertaue zu sprechen und wie die Turnschuhe in der Halle quietschen, wenn man sie alleine betritt. Auf der Leserseite beginnt man sich seine eigene Turnhalle aus Erinnerungen und wenigen Eckpunkten der Beschreibung im Text zu imaginieren. Das Gehirn sorgt dann schon von alleine dafür, dass die Handlung darin widerspruchsfrei bleibt.

      So ähnlich verhält es sich auch mit mentalen Zuständen wie Wahrnehmungen, Empfindungen und dergleichen, wenn ich davon schreibe, wie sich etwas anfühlen soll. Wenn ich schreibe, dass dein X-Areal im Gehirn aktiver wird, hilft dir das relativ wenig. Deswegen schreibe (oder rede) in solchen Fällen beispielsweise von Belebung. (Über Meditation und Atem werde ich natürlich trotzdem noch wissenschaftlicheren Hintergrund geben. Keine Sorge)

      Das Buch geht ganz gut voran. Allerdings wird es erstmal nicht das Buch geben, sondern ein paar kleinere Werke vorher. Den Behemoth von Gesamtwerk an einem Stück zu veröffentlichen macht von meiner Seite aus keinen Sinn, zumindest sehe ich einen 800-Seiten Wälzer nicht als großen Gewinn. Das wird es vielleicht am Ende geben. Gerade schreibe ich den Teil des intermittierenden Fastens zu einem abgeschlossenen Werk.

    2. Anna at |

      Danke für die ausführl. Antwort.

      Über Wahrnehmungen kann man natürlich nicht diskutieren.

      „Über Meditation und Atem werde ich natürlich trotzdem noch wissenschaftlicheren Hintergrund geben. Keine Sorge“

      Ich mach mir keine Sorgen, bin sicher da kommt noch was fundierteres…

      Hmh, wenn ich zwischen einem 800-Seiten-Buch in [x] Jahren und einem kleineren Buch, in [x] Monaten wählen könnte, dann würde ich auch die zweite Alternative vorziehen.

      Ich finde es ganz sympathisch, dass es noch kein fertiges Buch gibt. Das steigert die Spannung. Viele Internetseiten laufen ja nach dem Motto: „Kommen Sie rein, bestellen Sie mein Buch, kaufen Sie mein Eiweisspulver und meine Sportkollektion, dann werden Sie schlank/fit/reich/schön“ (Du hast doch keine Sportkollektion geplant, oder?) ;-)

      Obwohl, ein grünes T-Shirt mit „me-improved.de“ könnte ganz gut aussehen.

    3. Sascha Fast at |

      Die Entscheidung ist für mich nicht ganz so einfach. Ich finde so einen so ein Monsterkompendium eigentlich richtig geil. (Ich bin trockener Bibliophiler) Auf der anderen Seite ist das schlichter Wahnsinn.

      Mein Mitbewohner wollte mir die Idee mit den T-Shirts tatsächlich immer aufquatschen. :)

      Ich habe den geschäftlichen Nachteil einer Nulltoleranzagenda, was Moral und Ethik angeht. Ich hatte für diesen Blog schon irgendwelche Anfragen bezüglich Werbung oder irgendwelche Partnerangebote für Produkte. Solange hier aber kein Permakulturbauer mal eine Anfrage zur Zusammenarbeit stellt, sehe ich da nix, was ich verkaufen könnte. :) Zumindest etwas, was mehr als meine späteren Bücher oder Apps angeht.

    4. Anna at |

      „Die Entscheidung ist für mich nicht ganz so einfach“ Die Frage ist, welches Ziel du mit dem Buch erreichen willst. Lebensunterhalt sichern? und/oder Menschen weiterhelfen? Berühmt werden? Eigene TV-Sendung?

      Der Vorteil eines „kleinen Buches“ ist, dass du schneller Feedback bekommst und bei dem nächste Buch schon die Sachen, die du beim ersten Buch gelernt hast, einfließen lassen kannst. Für „normale“ Leser ist ein 800-Seiten-Buch sicherlich erschlagend: Wo soll ich anfangen? Was soll ich zuerst umsetzen? Kleinere Häppchen helfen da eher am Ball zu bleiben.

      Nachdem ich einige Sachen in meinem Leben verändert habe, bin ich jetzt bereit auch tiefer in einige Themen einzusteigen, da ich die positiven Ergebnisse gesehen habe.

      Ich finde es gut, dass bei dir alles sehr authentisch wirkt. Andere hätten die Videos vielleicht vor einer weissen Wand gemacht oder manche Sachen rausgeschnitten (die Fliege ;-)).

      Wenn Sachen zu perfekt gemacht sind, dann frage ich mich immer was alles manipuliert oder verschwiegen wurde. Bei dir habe ich den Eindruck, dass du es sagst, wenn du etwas nicht weisst. bzw. keine Aussagen triffst bei denen du dir nicht sicher bist. Das finde ich super.

    5. Sascha Fast at |

      Naja, einige meines Produkte sollen einen Teil meines Lebensunterhalts sichern. Ich entscheide aber nicht nach kommerziellem Nutzen. Dann hätte ich wahrscheinlich schon ein paar billige (nicht günstig) Bildbände mit Übungen mit Bilder von mir und Photoshop als den neuen Scheiß verkauft oder ich hätte schon Sachen rausgebracht deren Qualität ich für (moralisch) unvertretbar halte. Da gibt es in jeder Branche genug Vorbilder, wie man die Leute täuschen und über den Tisch ziehen kann.

      Am Ball bleiben ist nicht unbedingt mein Problem, aber die anderen Gründe sprechen auch bei meiner Überlegung für mehrere Kleine. Am Ende wird es dann ein Kompendium geben, weil ich die Idee einfach Geil finde.

      Ach, die Fliege. :)

      Ich finde die ganze Aufmache um den Inhalt ehrlich gesagt peinlich. Der sogenannte „professionelle Eindruck“ ist für mich bloßes Marketing. Marketing im weitesten Sinne mache ich ja auch, wenn man Verbreitung meiner Inhalte als Marketing bezeichnet. Dieses ganze Basteln am Eindruck selbst ist mir irgendwie zuwider.

      Es gibt ja genug Blogs über Marketing, Blogging und Internetbusiness. Ich habe davon auch jede Menge in meinen RSS-Feed (obwohl ich mir pro Monat vielleicht einen oder zwei ansehe). Mein Problem damit ist, dass es nur auf die Aufmerksamkeit selbst abzielt. „Wie kriege ich Leute dazu meinen Scheiß zu lesen.“ Da geht es um super spannende Überschriften, Cliffhänger und Werbetexten und viele andere Sachen mehr. Dabei interessieren mich eigentlich nur Sachen wie Übersichtlichkeit und Direktheit im Zugriff, also Usability.

      Ich will einfach nur geilen Shit mache, den ich selbst geil finde. :)

  3. Boris at |

    Hallo Sascha, danke sehr für Dein sehr detailiert erklärtes Video zu den Atem-Techniken!

    Für mich – vielleicht auch für einige andere – ergibt sich eine problematische Folge bei Übungen, welche in irgendeiner Form die Körperselbstwahrnehmung heben: die Wahrnehmung wird so weit sensibilisiert, dass dieses Mehr an Körperbewusstheit gar nicht mehr als positiv und stärker sondern als überfordernd und belastend wahrgenommen wird. Dies habe ich überdeutlich bei der Arbeit mit Tai Chi-Übungen erlebt: Hinter fühlte ich mich regelmäßig „vibrierend“, körperlich-sensorisch „zu offen“, „verletzlicher“. (Man läuft herum, und ist sich permanent seiner Fuß-, Arm- und Beckenstellung, seines Atems etc. bewusst, spürt seine gesamte Hautoberfläche. Will man das wirklich?)

    Von daher wären mir persönlich Übungen, die eine „Stärkung“ oder „Belebung“ versprechen, willkommen; eine verstärkte Körperselbstwahrnehmung aber würde ich nicht zwigend als Vorteil sehen. So würde mich die Arbeit mit dem Sonnengruß eigentlich reizen, aber diese immer wieder erlebten Effekte halten mich bisher davon ab.

    Ist das eine Frage der persönlichen Disposition, oder sind Geübte in der Lage, ihre Körperselbstwahrnehmung zu heben, später dann aber den inneren Focus darauf willentlich zu steuern, also auch wieder wegzunehmen?

    Schönen Gruß, Boris

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Das ist ein interessanter Fall, den ich eigentlich nur von mir selbst kenne.

      Ich wage mal zu behaupten, dass Geübte das willentlich steuern können. Zumindest erlebe ich das bei mir immer stärker, dass ich das selbst hinkriege zu wechseln.

      Der Sonnengruß kann allerdings etwas sehr Unspirituelles sein. Du kannst ihn auch schlicht als Merkhilfe für eine Reihe von Mobilitätsübungen betrachten.

      Beste Grüße
      Sascha

  4. Maik at |

    Hey Sascha,

    ich finde deine Beiträge sehr interessant und beschäftige mich derzeit intensiver mit dem Thema Atmung. Habe mir bereits einige Beiträge und Videos zu Wim Hof und die Buteyko Methode angesehen. Beide Methoden versprechen ja ähnliche positive Effekte bezüglich des Immunsystems und der Gesundheit allgemein. Dennoch ist bei der Buteyko Methode auffällig, dass eben gegensätzlich gearbeitet wird, sprich man versucht einen gewissen Lufthunger zu erzeugen, da angeblich die meisten Menschen zu viel atmen und dadurch die CO2 Konzentration zu stark absinkt, weshalb wiederum zu wenig Sauerstoff an die Zellen abgegeben werden kann. Bei Wim Hof hingegen wird eine Überatmung durchführt, um die Sauerstoff Sättigung im Blut zu erhöhen. Laut Buteyko kann dieses mehr an Sauerstoff im Blut aber aufgrund der niedrigeren CO2 Konzentration (das durch starkes Atmen abgeatmet wurde) gar nicht an die Zellen abgegeben werden. Das erscheint mir etwas widersprüchlich, wobei beide Theorien für sich sinnvoll erscheinen. Leider habe ich im Netz noch keinen direkten Vergleich beider Methoden gefunden. Vielleicht könntest du deine Meinung zu beiden Preis geben und etwas Licht ins Dunkle bringen. Vielen Dank schon mal im Voraus!

    Mit sportlichem Gruß, Maik

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Moin Maik,

      zur Wim Hof Methode gehört ganz dringend das lange Luft anhalten, was zu einer starken Erhöhung der CO2 Konzentration im Blut führt. Ich kenne die Buteyko Atmung nicht. Aber in diesem Punkt scheinen sie sich nicht zu unterscheiden.

      Viele Grüße Sascha

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  1. at |

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