8 Reaktionen

  1. at |

    Interessanter Artikel. Finde die weitere Perspektive erbaulich.

    [i]Was hältst du vom Gedanken, dass wir auch von der Ernährung von anderen Säugetieren etwas lernen können? Zu abwegig oder gleichberechtigt zur Steinzeiternährung?[/i]

    Sehr viel halte ich davon! Von meinen Wellensittichen habe ich als kleiner Wanst z.b. gelernt mich morgens zu strecken und zu räkeln und wild mit den Armen und Beinen zu schlagen um in Wallung zu kommen. Klingt vielleicht blöd, ist aber so :) Aus meiner Sicht ist das mindestens gleichberechtigt zur Steinzeiternährung, da wenigstens beobachtbar.

    [i]Wie oft bist du schon bei der Begründung “die haben das damals ja auch schon gemacht, also ist das gut” stehen geblieben, ohne zu genauer nachzuforschen?[/i]

    Ich glaube gar nicht. Die Steinzeiternährung an sich ist mir zu weit weg.

    Reply
  2. Jane at |

    Eine Gegenfrage: Wie kommst Du darauf, dass die ersten Menschen Einzelgänger waren? Ich habe keine Ahnung, ob das so war, aber ich denke, dass sie eher in Gruppen lebten. Wenn ich Recht habe, wäre Deine Argumentation mit dem Immunsystem praktisch hinfällig. Insofern wäre der Mensch schon von Beginn an für den Notfall „gerüstet“ gewesen… Leben in Gruppen bedeutet wahrschienlich auch Arbeitsteilung, so dass nicht immer alle (Männer?) die ganze Zeit am Jagen waren?

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Das ist ein bisschen blöd ausgedrückt. Als Einzelgänger heißt auch, dass wir damals noch keine Menschen waren. Ich hätte ein bisschen deutlicher machen sollen, dass ich bei dem „wir“ immer die gesamte Linie vom Beginn des Lebens an rede.

      Allerdings ist ein bisschen mehr nötig damit der Zusammenhang, auch wie du ihn verstanden hast, praktisch hinfällig wäre. Das setzt voraus, dass die Gruppe auch über einen sehr langen Zeitraum eine enorme Rücksicht auf die kranken Familienmitglieder nimmt. Das findet auch im Tierreich nicht statt. Eine bestimmte (und relativ neue) Kultur ist dazu nötige Voraussetzung.

      Darüber hinaus ist das Argument selbst, wenn ich auch das noch den ersten Menschen zugestehe, nicht hinfällig, weil dann immer noch der Zusammenhang zwischen Stärke des Immunsystems und Einzelgängertum besteht.

      Wohlgemerkt: So wie die Steinzeiternährung an sich verbleiben diese Zusammenhänge als Thesen, die egal wie plausibel oder unplausibel sind, nochmals empirisch geprüft werden sollten.

      Beste Grüße Sascha

  3. Michael at |

    Hallo, Ihr Postulat „Sie zwingt zum Energieverbrauch, der in etwa der Nahrungsaufnahme entspricht. Genau das macht das Kalorienzählen überflüssig.“ ist nicht zwingend und m.E. auch nicht richtig. Der Jäger hat erfolgreich gejagt. Die Beute ist in der Höhle. Sie wird gegessen. Der Jäger ist nicht nicht nur soviel, wie er zur Jagd Energie verbraucht hat. Er ißt so viel er kann und (nach Aufteilen) vorhanden ist. Zum einen verdirbt die Beute; der Kühlschrank ist noch nicht erfunden; „aufheben“ ist daher sinnlos. Zum anderen „weiß“ er, daß der nächste Hunger bestimmt kommt, und er ihn mit genügend Speck auf den Rippen besser überstehen kann.

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Es kann nicht im logischen Sinne notwendig sein. Schließlich ist es eine empirische Frage. Aber per Systemnotwendigkeit ist es dies schon: https://de.wikipedia.org/wiki/Optimal_foraging

Links von anderen Websites

Bitte halte dich an die Kommentarregeln für diesen Blog.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.