37 Reaktionen

  1. Janis at |

    Hey, super Beitrag. Ich beschäftige mich auf meiner Internetseite genau mit diesen Themen. Schau doch mal rein. :)

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  2. at |

    In meiner Yoga Praxis habe ich 2009 die Jin/Yang Sichtweise verinnerlicht.

    Jin entspricht Tamas Yang entspricht Rajas Die harmonische Balance daraus ist das Satva

    Regelmässig übertreiben kann ich Beides … aber in die Balance, Satva, finde ich zurück.

    Wahrscheinlich ist eine meiner Stärken mittlerweile ein Methodenreichtum in allen mir wesentlichen Bereichen und die Beständigkeit. Und eine meiner Schwächen ist meine Beständigkeit da ich mitunter nicht auf Signale höre sondern erst mal weitermache :)

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    1. Sascha Fast at |

      Jetzt weiß ich auch, was ich beim Yoga für ein Mantra intoniert habe. :D

      Ist es im Yoga so, dass du immer in Sattva sein solltest? Oder kann/soll es auch wechseln?

    2. Eugen at |

      Im Yoga ist es so, dass auch Sattva nur ein Guna (Erscheinungsform der Nautur) ist und überwunden werden soll, da es einen, so wie die anderen Gunas (Rajas und Tamas) in der Illusion hält. Da Sattva, allerdings im Vergleich zu den anderen Gunas angenehm ist, ist es das am schwersten zu überwindendende Guna. Überwinden bedeutet hier, nicht daran anzuhaften, nicht festzuhalten, sondern anzunehmen und loszulassen, ohne zu bedauern, dass das Schöne und Angenehme dieses Augenblicks -genauso- niemals wieder kehren wird. Der vollendete Yogi ist unberührt von allen Gunas, also auch Sattva. Sattva ist somit nicht das Ziel des Yoga, sondern nur eine Stufe, die zu gehen unumgänglich ist.

    3. Eugen at |

      Interessant finde ich aber, dass du ein Mantra intonierst, dessen Bedeutung du nicht kennst? Wozu denn das?

    4. Sascha Fast at |

      Das war in einem Yogakurs. Ich habe mich leiten lassen und nichts in Frage gestellt, weil ich am Anfang war.

      Das Mantra dient aber dazu Hintergrundrauschen im Kopf leiser zu drehen.

    5. Eugen at |

      Respekt, dass du da so offen heran gegangen bist. Die meisten tun das nicht. Ist denn Yoga ebenfalls teil deiner Praxis geworden? Ich bin Anfangs auch recht offen und enthusiastisch an Yoga gegangen. Heute sehe ich es aber deutlich kritischer. Meiner Erfahrung nach verlieren sich viele Leute sich darin und kaufen vieles ohne guter Begründung oder gar Beweise ein, nur weil ein paar kleinere Versprechen gehalten wurden. Ich sehe dennoch sehr viele gute Aspekte im Yoga, die in den meisten anderen Disziplinen fehlen. So vor allem die Achtsamkeit und differenzierte Selbstwahrnehmung. Ich mag auch das stoische daran, das Streben danach wunschlos und auf diese Weise frei zu werden. Was für eine Yogarichtung war das denn, die du ausprobiert hast? Irgendwie interessiert mich auch das Mantra. ;)

    6. Sascha Fast at |

      Es gibt ohnehin keine Beweise außerhalb der Logik und Mathematik. ;)

      Es gibt drei Stufen des Erlernens:

      1. Imitation
      2. Interpretation
      3. Kreation

      Wenn man etwas neues anfängt, befindet man sich auf der ersten Stufe, weil man keine Ahnung hat, was wie funktioniert. Es gilt dem Lehrer ohne Bedingung zu folgen. Ich bin gerade so auf der Ebene der Interpretation angekommen. Also gab es für mich im Kurs nichts zu hinterfragen.

      Ich habe Kundalini gemacht.

    7. Eugen at |

      „Es gibt ohnehin keine Beweise außerhalb der Logik und Mathematik.“ Das ist seit Popper eine verbreitete Meinung und ich habe das auch schon des öfteren so von mir gegeben. Jedoch beinhaltet dieser Satz selbst einen logischen Widerspruch: Wenn er wahr ist, dann kann seine Wahrheit nicht bewiesen werden und somit kann der Satz nicht gültig sein – oder wir müssen uns neu darüber verständigen was „Wahrheit“ und „Beweis“ bedeutet. Ich könnte sehr einfach beweisen, dass ich ein Vollhorst bin, wenn ich jetzt ein Messer nähme und es mir ins Knie rammte. Ich kann auch beweisen, dass das Buch „The Richest Man in Babylon“, das gerade auf meinem Schreibtisch liegt 144+6 Seiten hat. Es gibt also durchaus Sachverhalte, die bewiesen werden können und nicht mathematischer oder logischer Natur sind. Probleme bereiten jedoch Allaussagen und Nicht-Existenz Aussagen, da sie immer nur in Bezug auf eine definierte, entweder axiomatische oder abzählbare Menge gelten können. Vielleicht ist aber einfach unsere Erwartung zu hoch, wenn wir verlangen absolute Gewissheit zu haben. Vielleicht ist die Welt einfach nicht so beschaffen. So sehen es zumindest die Taoisten. Und das ist auch etwas, das Taijitsu zum Ausdruck bringen soll. Alles ist in ständiger Bewegung, alles verändert sich. Nichts gleicht etwas anderem, nicht einmal sich selbst zu irgendeinem Zeitpunkt im Weltgeschehen. Wir können uns bemühen, doch das Rätsel ist nicht zu lösen.

    8. Sascha Fast at |

      Er zeigt lediglich an sich selbst, dass er nicht im logischen oder mathematischen Sinne beweisbar ist.

      Aus Nichtbeweisbarkeit folgt nicht Ungültigkeit. Es ist vielmehr ein Zeichen der Gödelschen Unvollständigkeit.

      Damit fällt auch dein Angebot den unreflektierten Alltagsbegriff von „Beweis“ aufzunehmen. Und alle weiteren Überlegungen darauf.

      Die Beschränkung des Beweis auf Logik und Mathematik geht auch völlig d´accord mit der taoistischen Annahme, denn genau darauf zielt diese Aussage ab. Es gibt keine Beweise (=Sicherheit) außerhalb der Logik und Mathematik.

    9. Eugen at |

      Ja du hast Recht, das habe ich nicht bedacht. Nicht-beweisbarkeit ist nicht gleich ungültig. Danke, das rückt mein Weltbild wieder etwas konsistenter. Achja, insgesamt ist das ein sehr schöner Blog-Beitrag, Sascha. Sehr durchdacht und praktisch-orientiert hilfreich. Insbesondere den Vergleich mit dem liebigschen Fass finde ich sehr hilfreich und kann mit diesem Modell im Hintergrund mein eigenes Leben gezielt aufräumen.

    10. Sascha Fast at |

      Danke für die netten Worte.

  3. Erik at |

    Moin Sascha, danke für deinen Beitrag. Unglaublich wichtiges Thema, man kann das noch auf vielmehr Themen ausweiten. Denn in unserem modernen Großstadtleben sind wir immer auf den gleichen Trott ausgerichtet: immer satt, nie Durst, nie kleine Schürfwunden, nie frieren, selten Hitze leiden etc. Da gibt es immer wieder neue Studien zur Wichtigkeit dieses täglichen Wechsels: Nicht nur intermittierendes Fasten, sondern auch täglich 2 h milder Kälte aussetzen birgt z.B. Vorteile (http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-17126-2014-01-24.html, –> Bildung von braunem Fettgewebe, siehe z.B. van der Lans,et al. (2013): Cold acclimation recruits human brown fat and increases nonshivering thermogenesis) Ich probieren zurzeit das „bulk drinking“ aus, d.h. wirklichen Durst kommen lassen, sodass ich 2-3x am Tag auf einen Schlag 1 l und mehr Wasser trinke (ähnlich wie unsere Vorfahren, die von Wasserstelle zu Wasserstelle gezogen sind). Also im Prinzip intermittierendes Flüssigkeitsfasten.

    Soweit ich in Erinnerung aus früheren Beiträgen habe, schläfst du doch relativ wenig. Meinst du subjektiv, dass dein Schlaf dadurch effizienter geworden ist und es somit kein Problem ist oder brauchst du einfach wenig Schlaf? Seine Schlafzeit zu begrenzen, ist ja auf jeden Fall praktisch, wenn man dadurch wirklich (!) mehr effektive Zeit jeden Tag hat. Wenn du deine Schlafzeit willentlich verkürzt hast, wie bist du dabei vorgegangen? Danke und gruß, Erik

    Gruß Erik

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Moin Erik,

      fällt bei mir quasi unter Fasten. Es gehört zur Verbrauch-Seite und vertieft einige Aspekte des Fastens (Fettstoffwechsel). Aber du hast Recht. Im Grunde geht es dabei darum den Widerstand, an welchem sich der Körper (und Geist) ausprägt, wieder zurückzuholen.

      Wie bist du auf Bulk Drinking gekommen? Hast du da Evidenz?

      Ich habe verschiedene Dinge mit meinem Schlaf gemacht: 1. Abends Zink + Magnesium + Vit C + jede Menge Fett (vertiefen den Schlaf durch Stärkung des Parasympathikus) 2. Feste Schlafzeiten. Wenn ich von denen abweiche, so wie heute, steigt mein Schlafbedürfnis an. 3. Meditationsartige Übungen, Einschlafrituale und Aufstehrituale (Je mehr Ruhe-Aspekte du ins Leben holst, desto geringer kann das Schlafbedürfnis werden)

    2. Erik at |

      Hi Sascha, ad bulk drinking: ich habe einen Kurs zur klinischen psychoneuroimmunologie begonnen, wo es erwähnt wurde. Es war allerdings eher ein Überblicksblock und denke, dass es dann noch vertieft wird (denke mal es geht Richtung Regelung Blutvolumen, Elektrolythaushalt etc., wo es auch „katabole“ und „anabole“ Phasen geben sollte, damit z.B. der Blutdruck gut geregelt werden kann). Habe jetzt selber keine wiss. Quellen gefunden. Werde dich aber auf dem Laufenden halten Gruß Erik

    3. Sascha Fast at |

      Ich werde auch mal die Augen nach entsprechendem Material halten. Vielleicht kommt bei gemeinsamer Forschung ja etwas zusammen.

      Beste Grüße
      Sascha

    4. Stefan at |

      Moin,

      hast Du eigentlich die Absicht dir mal den Schlaf explizit als Blogthema vor zu nehmen?

    5. Sascha Fast at |

      Ja und darüber hinaus werde ich mit genügend Material auch ein ganzes Ebook zusammenstellen.

      Hast du besonderen Bedarf? Das würde dann auf meine Liste kommen.

    6. Stefan at |

      Das klingt ja gut =) .

      Ne kugelsichere Einschlafmethodik hab ich immer noch nicht gefunden, und ich hab schon so einiges durch.

  4. at |

    Frage: Ist es im Yoga so, dass du immer in Sattva sein solltest? Oder kann/soll es auch wechseln?

    Wenn ich mich mit „Yogis“ unterhalte, dann äußern diese häufig das Ziel immer im Sattva zu sein. Daraus resultieren dann regelrechte Vermeidungsstrategien gegenüber Rajas und Tamas.

    An sich ist es jedoch so dass der Satttva Zustand immer Rajas und Tamas Aspekte beinhalten muss. Ohne Rajas kippt es in Tamas und ohne Tamas Aspekt verzerrt es sich.

    Im Yin und Jang Symbol ist, in meinen Augen, Sattva der Kreis welcher beide Bereiche harmonisch aufteilt.

    Insofern ist es auch völlig normal wenn sich beide Aspekte abwechseln. Sattva äußert sich meist in Achtsamkeit und Klarheit, ich verstehe es weniger als losgelöstes High-sein. Diese Euphorie kann sich zwar häufig einstellen, aber ist nicht der eigentliche Zustand für mich.

    Reply
  5. ChristianG at |

    @Ferris Seelenmangel So einen direkten Mangel eines Nährstoffes kann ich nur über ein Blutbild feststellen oder? Hast du das gemacht oder vor zu machen?

    Noch was anderes: Seit einigen Wochen sehe ich auf der Seite rechts unter „Letzte Beiträge“ die Rubrik „Letzte Kommentare“ nicht mehr. Wurde das geändert? Fand es immer hilfreich zu sehen, wenn jemand einen älteren Artikel kommentiert hat..

    Reply
    1. Erik at |

      fand ich auch! Schade, dass man die recent comments nicht mehr sieht

    2. Sascha Fast at |

      Kommt wieder rein. Siehe meine Antwort zu Christian.

    3. Sascha Fast at |

      Ich habe das vor zu machen. SpectraCell macht das aber auf eine andere Weise als in den üblichen Test (die arbeiten mit Referenzwerten, während SpectraCell den Mangel direkt darüber testet, wie Enzymaktivität von den entsprechenden Mineralstoffen abhängt).

      Ich habe meinem Admin gesagt, dass er das rausnehmen soll (Ich will die Page so sparsam wie möglich gestalten). Es kommt beim nächsten Design wieder rein.

    4. ChristianG at |

      Danke für die Info! Kennst du zufällig Anbieter, die etwas ähnliches in Deutschland anbieten?

    5. Sascha Fast at |

      Leider nicht.

  6. Christoph at |

    Hallo Sascha!

    Wie würdest du dann meinen sollten diese Mobilisierungsübungen aussehen wenn man nach langem wieder intensiver in den Sport [(Schnell)Kraft- und Ausdauer] einsteigen möchte um möglichst fit und belastbar zu werden ohne sich da was zu holen in Sachen Überlstung? Danke schon mal. LG

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Hallo Christoph.

      Mobilisierung ist immer gleich. Es geht darum gute und stabile Bewegungen schmerzfrei über die ganze Amplitude zu erlangen. Es kommt auf Individualisierung an. Jeder hat da verschiedene „Problemzonen“.

      Viele Grüße
      Sascha

  7. Christoph at |

    Danke für deine Antwort. Ich glaube, dass ich ein Problem mit zu wenig Hüftstabilität habe und die dadurch entstehenden Folgen merke ich zB beim Laufen denke zumindest dass es auch daran liegt. Welche Übungen würdest du aus deiner Sicht und Erfahrung dafür vorschlagen die mich hier weiter bringen würden bzw. welche Herangehensweise? Ich weiß ist schwer zu beantworten anhand der wenigen Infos. LG

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      @Christoph: Für mich an diesem Punkt nicht beantwortbar. Solche Dinge hängen stark davon ab, welcher Art die Instabilität ist und woher sie kommt. Es gibt zu viele Unwägbarkeiten.

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