11 Reaktionen

  1. Erik at |

    Hi Sascha, besonders mit dem letzten Abschnitt mal wieder ein überragender Artikel. Das ganze mit dem Yin und Yang beschäftigt mich selbst schon länger und man kann da relativ viele Faktoren reinarbeiten. Deswegen freut es mich so, dass du es aufgreifst Was mir noch zu deiner Inventur aufgefallen ist: Ich würde es so gestalten, dass man seine Einschätzungen immer gegenüberstellend aufschreibt (und nicht isoliert, wie aktuell bei dir): Das heißt dem Fasten das Fastenbrechen (Essen) gegenüberstellt. Dem physischen&psychischen Stress die psychische/körperliche Entspannung. Weil eigentlich geht es ja um eine starke und um einen Ruhepol gleichmäßig schwingende Welle, die am besten eine große Amplitude hat. Auf der Jin-Seite (Anabol Positiv+ verwenden) und auf der Yang-Seite (Katabol Minus- verwenden).

    Also z.B. Fasten (-5 –> das beste hier), starker Ausschlag, ich faste täglich 18 h VS. Essen (+5 –> das beste), ich führe alle Makro- und Mikronutrienten in ausreichend großer Menge zu und habe die Antinutrienten gegen Null runtergefahren.

    Dann z.B. Bewegung (-5), tägliches Training, viele Elemente VS. Schlaf (+2) etwas zu unregelmäßig zu kurz etc. –> ergibt -5+2=-3, d.h. ein Ausschlag zum Yang, der ausgeglichen werden muss, um wieder zum Gleichgewicht zu finden.

    Gütekriterien von Gesundheit wären also: Große Amplitude (Großer Betrag, am besten 5 der Yin-/Yang-Elemente UND Balance oder wie man es auch nennen soll, d.h. Summe ergibt immer 0)

    Ich hoffe man versteht es und hilft dir, das Modell weiterzuentwickeln. Schöne Grüße, Erik

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    1. Sascha Fast at |

      Moin Erik,

      danke für die netten Worte.

      Deine Idee die opponierenden Kräfte hatte ich auch. Vom Prinzip habe ich auch so herum gedacht und halte diese Darstellung auch für korrekter, aber mich aus folgenden Gründen anders entschieden:

      1. Es ist für uns westlich geprägten Menschen einfacher alles einfach zu erhöhen. Mehr ist besser. Das gilt besonders für uns Männer. Weil es hier nur im die Darstellung geht, das Konzept dahinter sich nicht verändert, spricht das für die positivierende Darstellung und gegen die Kontrastierende (meine Alte und dein Vorschlag)
      2. Eine direkte Gegenüberstellung ist leider nicht ganz möglich, weil ein Einfluss immer durch mehrere Ausgeglichen wird. Wenn du viel (gut) schläfst und viel trainierst, kannst du immer noch mechanisch vor die Wand fahren. Das heißt ein großes Defizit in der Mobilität haben. Was stelle ich nun gegenüber? Schlaf und Bewegung oder Bewegung und Mobilität? Eine Lösung dafür ist mir eingefallen, aber die macht das Modell schwer handhabbar. Wenn ich für Klienten eine solche Analyse vornehme, dann sieht das natürlich komplizierter aus. Ich will aber hier ein möglichst einfaches Modell für den Hausgebrauch vorlegen, weil viele natürlich auch nicht so viel Raum und Zeit haben sich einer komplizierten Analyse zu widmen.

      Deine Ideen und auch die Gütekriterien halte ich für völlig richtig und nützlich. Die Darstellung ist so wie du es machst mit Einschränkung des zweiten Punktes von mir auch korrekter. Es wird dadurch meiner Meinung nach aber weniger handhabbar, was es zum schlechteren Modell macht. Modelle sollen die Realität handlungswirksam abbilden. Als Theorie wäre dein Vorschlag unter vielen Aspekten natürlich besser. Eine Theorie dient nicht der Praxis selbst, sondern nur als Vorlage für Modelle (die dann natürlich entsprechend kompromissgeleitet sein müssen)

      Beste Grüße
      Sascha

  2. md_85 at |

    Interessanter Artikel Sascha. Ich bin immer wieder überrascht wie sortiert und durchdacht die Beiträge geschrieben sind. Ich würd mich ja mal über einen kleinen Einblick in deine Meditationstechniken freuen – da stehe ich nämlich vollkommen im Dunkeln, vllt wäre es aber auch leichter es einfach mal zu probieren ;)

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Moin,

      danke für die netten Worte. Über Meditation werde ich noch schreiben.

      Beste Grüße
      Sascha

  3. Manuel at |

    Hallo erst mal,

    ich lese mich momentan durch die ganzen Artikel und finde dabei sehr viele hilfreiche und unterstützende Anregungen. Deine Artikel sind immer sehr informativ, anregend, motivierend und auch erleuchtend (durch die, aus meiner Sicht, ungewöhnlichen Betrachtungsweisen). Für die ganze Mühe aufjedenfall mal ein großen Danke von mir :)

    Oben hast du ja geschrieben „Sowohl zu viel als auch zu wenig Schlaf ist mit einer kürzeren Lebensspanne assoziiert.“ Allgemein hört man ja öfters, dass zu viel Schlaf für den Körper schädlich sein soll (verringerte Leistungsfähigkeit, Anfälligkeit für Krankheiten, höheres Sterberisiko,etc.)

    Gerade dabei komme ich aber öfters ins grübeln. Hintergrund ist der: als gesundheitlich ziemlich anfälliges Kind hatte ich ein ungewöhnlich großes Schlafbedürfnis. Als später noch Übergewicht dazukam stieg es sogar noch weiter an.

    Könnte es nicht auch sein, dass das erhöhte Schlafbedürfnis lediglich eine Reaktion auf bereits bestehende (oder sich anbahnende) Missstände im Körper ist und dieser eben zusätzliche Regeneration benötigt? Wenn man eine Erkältung oder Grippe hat merkt man ja auch deutlich, dass das Ruhebedürfnis steigt und man länger und öfter schläft.

    Was meinst du dazu, ist dir irgendwas in dieser Richtung bekannt?

    LG, Manuel

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Moin Manuel,

      danke für die netten Worte.

      Ein großes Schlafbedürfnis sollte laut dem Modell der Kategorien der Gesundheit durch eine Stressbelastung kommen. Ein angegriffenes Immunsystem kann so ein Stress sein. Ich bin in dem Artikel nicht ganz klar geworden. Eigentlich meinte ich, dass man sich nicht einfach durch mehr Schlaf etwas erkaufen kann.

      Ich denke, die Assoziation von erhöhtem Schlaf und der schlechteren Gesundheit in den Studien kommt daher, dass ein erhöhtes Schlafbedürfnis ein Problem anzeigt. Ich denke also, dass du Recht hast.

      Viele Grüße
      Sascha

  4. Lude at |

    Hallo Sascha,

    kannst du näher erläutern, was du damit meinst, dass man mehr essen muss, je mehr man fastet? Durch meine Prägung durch die Kalorienbilanz kann ich mir nicht vorstellen, dass bei gleichen sonstigen Lebensumständen durch das Fasten ein erhöhter Nährstoffbedarf entsteht.

    Reply
    1. Sascha Fast at |

      Moin Lude,

      in dem Beitrag ist das etwas missverständlich ausgedrückt. Ich bezog mich nicht auf die Gesamtmenge. Daher auch die Nachsätze:

      Diese Forderung richtet sich nicht nach dem Gesamtvolumen deiner Nahrung. Vielmehr solltest dich niemals mangelernähren, ob nun an Makronährstoffen (Kohlenhydraten, Eiweiß, Fett) oder Mikronährstoffen (Mineralien, Vitamine, Enzyme). Wenn du intermittierend fastest, hast du weniger Zeit auf die nötige Nahrungsmenge zu kommen und solltest entsprechend darauf achten.

      Fasten ist eine zusätzliche Belastung für den Körper, weswegen die Toleranz für Mängel in der Ernährung kleiner ist. Wenn du nur 8 oder 6 Stunden Zeit hast zu essen, kannst du es dir um so weniger leisten, schlechte Nahrung zu dir zu nehmen. Schließlich beschränkst du dich in der Gelegenheit überhaupt etwas zu dir zu nehmen.

      Allerdings scheint intermittierendes Fasten den Ruhemetabolismus leicht (!) anzuheben. Zum Beispiel:

      Heilbronn, L. K., Smith, S. R., Martin, C. K., Anton, S. D., & Ravussin, E. (2005). Alternate-day fasting in nonobese subjects: effects on body weight, body composition, and energy metabolism. Am J Clin Nutr, 81(1), 69-73.

      Webber, J. & Macdonald, I. A. (1994). The cardiovascular, metabolic and hormonal changes accompanying acute starvation in men and women. Br J Nutr, 71(3), 437-47.

      Allerdings würde ich die Kalorienbilanz aus dem Fokus rausschmeißen. Damit kann man zwar etwas anfangen, berhindert aber ein tieferes Verständnis für das, was eigentlich im Körper passiert.

      Viele Grüße Sascha

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