Bewegungsvielfalt durch Trainingsplankontext

Wie viel Bewegungsvielfalt besteht darin, jeden Montag und Donnerstag schwere Kniebeuge zu machen? Die Kniebeuge am Montag unterscheidet sich von der Kniebeuge am Donnerstag durch ihren Trainingskontext. Dieser sorgt für eine verdeckte Bewegungsvielfalt, selbst wenn die Reizkonfiguration an beiden Tagen gleich ist. Der Montagsbeuge geht vielleicht ein erholsamer Sonntag und ein Cheatday voraus. Die Donnerstagskniebeuge ist vielleicht von einen müden Rücken durch das Mittwochstraining geprägt. Während die Übung eigentlich die Gleiche ist, hat der Körper unterschiedliche Ressourcen zur Verfügung und muss daher anders arbeiten. In diesem Zusammenhang sollte man den Kontext der Bewegungs- und Belastungsvielfalt bedenken, wenn man lineares Krafttraining… (Weiterlesen)

Kurzhantelreißen -- Variationen und Vor-/Nachteile gegenüber Langhantelreißen

Kurzhantelreißen ist im Kern die Beschleunigung eines Objekts, dass man mit einer Hand festhält, während sich ein oder zwei Füße auf dem Boden befinden. Damit gehört es zur Bewegungsgruppe "Offene Kette". Im Gegensatz zum Langhantelreißen hat es folgende Vorteile: Durch die Asymmetrie wird Rotation und Antirotation im Rumpf verlangt. Das hat einen hohen Übertrag auf Sport- und Alltagsbelastungen. Man kann seinen Körper auf vielfältige Weise in die Start- und Endposition bringen. Dadurch kann man für Bewegungsvielfalt sorgen. Es ist in der Hinsicht für Sport und Alltag relevanter, dass die Anforderung beim sportlichen oder alltäglichen Ziehen stärker in Richtung asymmetrischen Ziehen… (Weiterlesen)

Doggcrapp-Rotation für unser Ausdauertraining

Ursprünglich ist Doggcrapp ein Trainingssystem für Bodybuilding. Ein Element dieses Trainings ist, dass man drei Übungen pro Körperteil rotiert. So wählt man beispielsweise für den Bizeps die folgenden drei Übungen aus: Langhantelcurls Kurzhantelcurls Curls am Kabelzug Jede Trainingseinheit rotiert man die Übungen durch. In der ersten Einheit macht man Langhantelcurls, in der zweiten Kurzhantelcurls und in der dritten geht man an den Kabelzug. Ziel ist, dass man sich in jeder Trainingseinheit steigert. Kann man sich mal nicht steigert, wird die Übung ausgewechselt. Nach dem gleichen Prinzip können wir unsere Ausdauertrainings behandeln: Wir wählen drei Trainings aus. Diese rotieren wir durch.… (Weiterlesen)

Steigern bei Körpergewichtsübungen II - Back-Off-Sätze als Plateaubrecher

Diese Steigerung kann man als Plateau-Brecher nutzen. Anstatt sich in der aktuellen Progression zu steigern, wiederholt man diese mit der gleichen Reizkonfiguration und steigert sich lediglich in Back-Off-Sätzen mit einer niedrigeren Progressionsstufe: Progression Steigern auf: 3x3 3x3 + 1x5 3x3 3x3 + 2x5 3x3 3x3 + 3x5 3x4 3x4 + 1x5 3x4 3x4 + 2x5 3x4 3x4 + 3x5 Alternativ: Progression Steigern auf: 3x3 3x3 + 1x5 3x3 3x3 + 1x6 3x3 3x3 + 1x7 3x3 3x3 + 2x5 3x3 3x3 + 2x6 3x3 3x3 + 3x7 3x4 3x4 + 1x5 Bei diesen Back-Off-Sätzen sollte man sich zunächst darauf konzentrieren,… (Weiterlesen)

Steigern bei Körpergewichtsübungen I - Negative Wiederholungen als Zwischenschritt

Bei vielen Körpergewichtsübungen ist es ein Problem sich regelmäßig zu steigern: Man kann die Last nicht nach belieben ändern oder gar Mikroloading betreiben. Eine Wiederholung extra zu machen, ist häufig auch zu viel. Daher bietet sich als Zwischenschritt eine negative Wiederholung an. Damit trennt man die positive und die negative Phase und addiert also nur eine Phase hinzu:

Wiederholung klassisch Wiederholung neu
1 1n
2 1
3 1+1n
4 2
5 2+1n
6 3
7 3+3n
8 4

Zwischenroutinen und Kraftausdauertraining koordinieren I

Erkläre Montag zu deinem Rekordtag. Dienstag bis Samstag absolvierst du in deiner Zwischenroutine einen Satz eines bestimmten Zirkeltrainingsatom. Sonntags ist aktive Erholung (leichtes passives Dehnen, Schwunggymnastik, Spazieren) Montag legst du eine Reizkonfiguration für das Atom fest oder suchst dir eine bereits gewählte Konfiguration aus und stellst eine neue Bestzeit auf. Willst du dein Kraftausdauertraining geplant progressiv gestalten, solltest du eine vernünftig aufgebaute Rekordeliste für deine Trainings führen. Beispiel: Dienstag bis Samstag absolvierst du in deiner Zwischenroutine je einen Satz des einarmigen Reißens mit der Kurzhantel und Liegestütz mit Klatschen. Sonntags erholst du dich (auch von deinem restlichen Training) Montag absolvierst… (Weiterlesen)