Jagen und Sammeln als Lebenswandel

Wir sind Tiere im Zoo. Das ist kein neuer Gedanke. Ich habe mich in den letzten Monaten davon entfernt. Paleoromantik habe ich oft als Titel der Kritik erlebt, welche ich zum Teil überzeugend fand. Nach der Lektüre von diesem Buch hat sich das geändert: Antifragile von Nassim Taleb Normalerweise weise ich nicht so penetrant auf ein Buch hin, aber das her lohnt sich (in Englisch!). Wenn ich das Buch ganz verarbeitet habe (Monate!), werde ich nachweisen, dass es ziemlich rational (!) ist, das alte Leben nachzuahmen, und: Wie man mit sehr wenig Wissen schon sehr viel Verbesserung in seinem Leben… (Weiterlesen)

Man altert am Besten von ganz oben

Das Wort Demenz leitet sich vom lateinischen de (herab) und mens (Geist) ab. Wörtlich übersetzt, hat es damit die Bedeutung geistiger Abstieg. Dies ist nicht unwichtig, denn wie bei jedem Abstieg hängen dessen Länge und Verlauf davon ab, von wo man absteigt. Wer sich auf einer Sanddüne am Meer befindet und einen Abstieg bis auf Meereshöhe beginnt, der wird nicht sehr lange brauchen. Wer jedoch auf der Spitze des Mount Everest anfängt, wird sich - obwohl er dauernd absteigt - lange Zeit in großer Höhe befinden. - Manfred Spitzer, Digitale Demenz1 Das gilt für so ziemlich jeden Abbau, sowohl körperlich… (Weiterlesen)

Schwierigkeiten mit dem Gewicht und Schwierigkeiten im Leben - Eine weitere Studie

Im letzten Beitrag habe ich von einer Studie berichtet, in welcher Gewichtsverlust nicht mit einem höheren Lebensglück einherging. Diesmal habe ich eine weitere interessante Studie vorliegen. Es ist eine Clusteranalyse, was in diesem Fall heißt, dass die Forscher eine ganze Menge Probanden, die ihren Gewichtsverlust von mindestens 13,6kg über ein Jahr halten konnten, in verschiedene Gruppen eingeteilt haben. Das ist ein bisschen so, als hätte man die Arche Noah durchgeschüttelt und jetzt versucht man irgendwie die Tiere auseinander zu sortieren. Dabei kamen sie auf vier Cluster: Die Mehrheit. Sie trainierten viel und sind mit ihrem Gewichtsverlust zufrieden. Die Instabilen. Sie… (Weiterlesen)

Abnehmen macht nicht glücklich - Eine prospektive Kohortenstudie

Jackson et al.3 beobachteten 1.979 Menschen mit einem BMI von 25 oder höher. Sie stellten dabei fest, dass diejenigen, welche abgenommen haben, ein deutlich höheres Risiko hatten depressive Symptome zu entwickeln. Hatten diese Menschen abgenommen waren sie unglücklicher als die Menschen, deren Gewicht sich wenig verändert hat, während Menschen die zugenommen das geringste Risiko hatten, depressive Symptome zu entwickeln. Eine mögliche These für diesen Zusammenhang ist: Diese Menschen haben ein grundsätzliches Unglücklichsein durch ein Mehr an Nahrung kompensiert. Als ihnen dieses Mehr an Nahrung fehlte, schließlich haben sie abgenommen, konnten sie Missstände in ihrem Leben nicht mehr durch ihre Ernährung… (Weiterlesen)

Von Schauspielern über Lebenswandel als Persönlichkeitswandel lernen

Ich will hier vier Videos teilen, welche kurz (und populistisch) die Vorbereitung verschiedener Schauspieler darstellen. Schauspieler sind Spezialisten darin, die Persönlichkeit anderer Menschen zu imitieren. Das ist ein extrem interessantes Phänomen, denn aus den Erkenntnissen über temporären Persönlichkeitswandel können wir vielleicht etwas über dauerhaften Persönlichkeitswandel lernen. Besonders auffällig ist, dass diese Personen sich Merkmale in der Vorbereitung aneignen, welche eigentlich ihrer Rolle zu eigen sind. Wir sollten uns keine Illusionen über die Ergebnisse machen. Es gibt viele Berichte darüber, dass Schauspieler (unter ärztlicher Aufsicht) auch Steroide und ähnliche Substanzen benutzen. Doch es geht mir nicht um die eigentliche körperliche Veränderung.… (Weiterlesen)

Inspiration in Isolation

Kommentare und Weiterführendes Ich verstehe ME-Improved als angewandte Philosophie. Philosophie ist die Liebe zur Weisheit. Mein eigenes Leben war und ist häufig vom Alleinsein geprägt - nicht jedoch von Einsamkeit. Alleinsein ist erstmal nur die Tatsache an sich, keinen Menschen um sich zu haben. Einsamkeit ist das Gefühl, dass wir dabei haben können. 4 Während Alleinsein lediglich eine Information ist, die Erkenntnis eines sozialen Wesens, dass es sich nicht in einem sozialen Kontext befindet, ist Einsamkeit das Leiden an diesem Alleinsein. Alleinsein ist Schmerz. Es ist eine Empfindung, welche wir neutral beobachten können, so wie wir auch beispielsweise Hunger neutral… (Weiterlesen)